„Die NATO wird die Situation in Abstimmung mit anderen internationalen Organisationen sehr genau beobachten“, erklärte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Freitag nach einem Sondertreffen der ständigen Botschafter der 28 NATO-Staaten in Brüssel. Das Bündnis werde sich weiterhin abstimmen, „um für den Eventualfall vorbereitet zu sein“. Die Situation in Libyen betreffe die Sicherheit von tausenden Bürgern, auch aus NATO-Ländern.Nach Angaben von Diplomaten plant die Allianz kein unmittelbares militärisches Handeln. Das Bündnis könnte koordinieren, beispielsweise bei Evakuierungsaktionen. „Eindeutige Priorität muss der Evakuierung von Menschen gegeben werden, und vielleicht auch humanitärer Hilfe“, hatte Rasmussen am Morgen bei einem Sondertreffen der EU-Verteidigungsminister in Gödöllö bei Budapest gesagt. „Das ist eine Krise in unserer unmittelbaren Nachbarschaft.“Zur Möglichkeit eines Flugverbots gegen Libyen sagte Rasmussen in Gödöllö: „Dazu nehme ich jetzt nicht Stellung, das ist zu früh.“ Für eine solche Maßnahme sei ein klares Mandat der Vereinten Nationen nötig. Aus Ankara war zuvor berichtet worden, die türkische Regierung habe das Militär angewiesen, in Libyen festsitzende türkische Bürger notfalls mit gezielten Militäreinsätzen in Sicherheit zu bringen. apa/dpa