Dienstag, 14. Juni 2016

Natura 2000: Umwandlung in "Besondere Schutzgebiete" genehmigt

Die Landesregierung hat am Dienstag die Umwandlung von 35 "Gebieten Gemeinschaftlicher Bedeutung" in "Besondere Schutzgebiete" genehmigt.

Um den Natura 2000-Iter abzuschließen, hat die Landesregierung die Umwandlung von 35 "Gebieten Gemeinschaftlicher Bedeutung" in "Besondere Schutzgebiete" genehmigt. Im Bild die Lärchenwiesen im Innerfeldtal, Sexten.
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Um den Natura 2000-Iter abzuschließen, hat die Landesregierung die Umwandlung von 35 "Gebieten Gemeinschaftlicher Bedeutung" in "Besondere Schutzgebiete" genehmigt. Im Bild die Lärchenwiesen im Innerfeldtal, Sexten. - Foto: © LPA

Gemäß Flora-Fauna-Habitat Richtlinie der EU vom Mai 1992 müssen die Mitgliedsstaaten für den Schutz von Arten und Lebensräumen von gemeinschaftlicher Bedeutung Natura-2000-Schutzgebiete ausweisen. Zwischen 2003 und 2008 wurden in Südtirol 40 solcher Gebiete ausgewiesen, insgesamt handelt es sich um rund 150.000 Hektar, das entspricht in etwa 20 Prozent der Landesfläche.

Laut FFH-Richtlinie sind diese "Gebiete Gemeinschaftlicher Bedeutung" innerhalb von sechs Jahren nach Ausweisung in sogenannte "Besondere Schutzgebiete" umzuwandeln. "Erst mit diesem Verfahrensschritt ist der Natura 2000-Iter vollständig abgeschlossen", erklärt Landesrat Richard Theiner.

Die formelle Umwandlung sei eine Verpflichtung gegenüber der EU, erklärt Theiner, aber nicht nur. "Sie ist auch die Voraussetzung dafür, dass Fördermaßnahmen der EU ausgezahlt werden können. Jährlich werden dadurch rund 1,3 Millionen Euro an Landschaftspflegeprämien und Natura 2000 Aufwertungsmaßnahmen sichergestellt, die in enger Zusammenarbeit mit den Grundbesitzern geplant und durchgeführt werden", berichtet der Landesrat.

stol

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