Dienstag, 09. August 2016

Natura 2000: Umwandlung in „Besondere Schutzgebiete“ genehmigt

Die Landesregierung hat am Dienstag das Verfahren zur Umwandlung von fünf „Gebieten Gemeinschaftlicher Bedeutung“ in „Besondere Schutzgebiete“ eingeleitet.

Fünf "Besondere Schutzgebiete" im Nationalpark Stilfserjoch
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Fünf "Besondere Schutzgebiete" im Nationalpark Stilfserjoch - Foto: © LPA

Das Verfahren zur Umwandlung der ersten 35 "Gebiete Gemeinschaftlicher Bedeutung" in "Besondere Schutzgebiete" war bereits am am 14. Juni eingeleitet worden, am Dienstag folgten die noch ausständigen fünf Gebiete im Nationalpark Stilfserjoch.

Anlass für die Verfahren ist die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU: Sie zwingt die Mitgliedsstaaten, Natura-2000-Schutzgebiete für den Schutz von Arten und Lebensräumen mit gemeinschaftlicher Bedeutung auszuweisen.

In Südtirol wurden zwischen 2003 und 2008 insgesamt 40 Gebiete mit einer Gesamtfläche von 150.000 Hektar ausgewiesen. Das entspricht einem Fünftel der Landesfläche.

Südtirol erfüllt Auflagen der EU

Die Richtlinie sieht zudem vor, dass die "Gebiete Gemeinschaftlicher Bedeutung" innerhalb von sechs Jahren nach Ausweisung in sogenannte "Besondere Schutzgebiete" umzuwandeln sind. Weil für die meisten "Gebiete Gemeinschaftlicher Bedeutung" in Italien diese Frist überschritten wurde, hat die Europäische Kommission 2015 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Italien eröffnet.

"Mit dem heutigen Beschluss der Landesregierung ist Südtirol dieser Verpflichtung nachgekommen und erfüllt damit die Auflagen der EU", sagte Landesrat Richard Theiner. Bei einem Treffen vor einer Woche hat er die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden im Vinschgau über das Vorhaben informiert. Die Dokumente liegen jetzt für 30 Tage im Bürgernetz und bei den Gemeinden zur Begutachtung auf.

Innerhalb dieser Frist kann jeder Einsicht nehmen und Bemerkungen und Vorschläge einbringen. Das gilt auch für die betroffenen Gemeinden, die ihrerseits ein Gutachten abgeben können.

stol

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