„Das einzig Nachhaltige an dieser Änderung ist, dass der Natur- und Landschaftsschutz einzelnen Interessen geopfert wird und praktisch nicht mehr relevant ist“, wettern sie in einem offenen Brief an Landeshauptmann Arno Kompatscher. <BR /><BR />Verfasser des offenen Briefes sind der Dachverband für Natur- und Umweltschutz, der Südtiroler Alpenverein, der Heimatpflegeverband, Mountain Wilderness und CAI (italienischer Alpenverein). „Während das Gutachten der Dienststellenkonferenz bis dato einstimmig sein musste und die Landesregierung sich bei begründeten Fällen trotzdem darüber hinwegsetzen konnte, wird mit diesem Änderungsvorschlag die Einstimmigkeit abgeschafft“, schreiben sie. <BR /><BR />Die Fachämter der Verwaltung in Natur, Landschaft und Raumplanung und Alpin- und Umweltverbände hätten geringe bis keine Chance mehr, bei bestimmten Projekten ein Umdenken anzuregen. „Aus diesem Grunde appellieren wir an Sie, geschätzter Landeshauptmann, diesen Passus aus besagtem Gesetzesentwurf ersatzlos zu streichen“, heißt es abschließend.<BR /><BR />Genauso fordern die Landtagsabgeordneten der Grünen, Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa und Zeno Oberkofler, die Streichung des Artikels. „Landeshauptmann Kompatscher hat mit diesem Vorstoß jegliche Glaubwürdigkeit bei der Umsetzung von Südtirols Nachhaltigkeitsstrategie verloren“, sagen sie.