An der Zeremonie nahmen auch Orsola und Vittoria Mussolini teil, Urenkelinnen des Diktators. Nach Angaben der Organisatoren verlief die Veranstaltung ohne Störungen der öffentlichen Ordnung. Wie in den vergangenen Jahren wurden die Teilnehmer aufgefordert, den sogenannten römischen Gruß zu unterlassen, da dieser in Italien strafbar ist. Viele Anwesende trugen schwarze Hemden in Anlehnung an die faschistische Tradition.<BR /><BR />Mussolini wurde am 28. April 1945 von Partisanen nahe dem Comer See erschossen. Er war festgenommen worden, während er versuchte in die Schweiz zu flüchten. Die Leichen von ihm und seiner Geliebten Clara Petacci wurden anschließend auf der Piazzale Loreto in Mailand öffentlich zur Schau gestellt. 1957 wurde sein Leichnam der Familie übergeben und in Predappio beigesetzt.<BR /><BR />Unterdessen kam es in Dongo am Comer See zu Spannungen zwischen neofaschistischen Gruppen und Gegendemonstranten. Mehrere Dutzend Rechtsextreme versammelten sich entlang der Uferpromenade und zeigten den römischen Gruß. Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot vor Ort. Gleichzeitig fand eine antifaschistische Kundgebung mit Unterstützung der Gewerkschaft CGIL statt. Teilnehmer sangen unter anderem das Partisanenlied „Bella ciao“. Im Verlauf kam es zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen beiden Lagern. Nach dem Ende der Veranstaltungen beruhigte sich die Lage wieder. In der Nähe von Dongo waren Mussolini und Petacci erschossen worden.