Netanyahu will in der US-Hauptstadt zudem an der Trauerfeier für den gestorbenen US-Senator Lindsey Graham teilnehmen. Graham sei „ein Freund Israels“ gewesen, hieß es zur Begründung. Der 71-jährige Senator war vor rund zwei Wochen überraschend gestorben. In der Nationalkathedrale ist eine Trauermesse geplant, bei der Trump eine Rede halten will.<BR /><BR />Netanyahu versucht nach Darstellung von Trump die USA davon zu überzeugen, sich nicht vom Krieg im Iran abzuwenden. Angesprochen auf Berichte, dass Netanyahu bei seinem Treffen mit Trump über Aktivitäten rund um eine mutmaßliche Atomeinrichtung im Iran sprechen wolle, die als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist, sagte Trump dem Sender Fox News: „Nun, ich brauche Bibi nicht, um mir das zu sagen. Bibi erzählt mir das, weil er möchte, dass ich weiterhin involviert bleibe.“<BR /><BR />Trumps Aussagen heben die Risse in der einst guten Beziehung zwischen Trump und Netanyahu hervor, die im Iran-Krieg angesichts unterschiedlicher Interessen bereits mehrfach sichtbar wurden. Während Israel den Krieg Medienberichten zufolge fortsetzen wollte, lag Trumps Fokus zuletzt auf einer diplomatischen Lösung.<BR /><BR />Das US-Boulevardblatt „New York Post“ berichtete jüngst unter Berufung auf eine Quelle in Israel, dass Netanyahu bei seinem Treffen mit Trump in Washington voraussichtlich Geheimdienstinformationen vorlegen werde, wonach der Iran Nuklearbestrebungen am Standort „Pickaxe Mountain“ vorantreibe.<BR /><BR />Trump betonte nun, die USA wüssten genau, was an der unterirdischen Einrichtung im Iran vor sich gehe, über die bisher wenig bekannt ist. Trump hatte dem Iran bereits zuvor mit Angriffen auf den Komplex gedroht, der im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran liegt. Nun bekräftigte er, dass die USA die Einrichtung attackieren müssten, sollten sie sich nicht mit dem Iran auf ein Abkommen einigen.<BR /><BR />Trump ließ in seinem Gespräch mit Fox News erkennen, dass er eine Vereinbarung mit dem Iran gegenüber schwereren Angriffen bevorzuge. Seiner Darstellung nach sah auch der kürzlich gestorbene US-Senator Lindsey Graham in den Wochen vor seinem Tod eine Einigung mit dem Iran als den besseren Weg.