Mittwoch, 22. Februar 2017

Neue Buchhaltung: Berufsschulen in Zahlungsnot

Wer derzeit an Südtirols Berufs- sowie land-, haus- und forstwirtschaftliche Schulen Lebensmittel oder Handwerkermaterialien liefert, der braucht viel Geduld – und mindestens genau so viel Vertrauen.

Wer Koch werden will, sollte das praktisch erlernen: Deshalb müssen Berufsschulen tagtäglich Lebensmittel einkaufen. Weil das neue Buchhaltungsprogramm aber nicht funktioniert, können sie derzeit dafür nicht bezahlen.
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Wer Koch werden will, sollte das praktisch erlernen: Deshalb müssen Berufsschulen tagtäglich Lebensmittel einkaufen. Weil das neue Buchhaltungsprogramm aber nicht funktioniert, können sie derzeit dafür nicht bezahlen.

Die Schulen sind laut einem "Dolomiten"-Bericht nämlich de facto zahlungsunfähig und müssen ihre Lieferanten auf unbestimmte Zeit vertrösten.

Der Grund: ein nicht funktionierendes Buchhaltungsprogramm. An einer Lösung wird jetzt fieberhaft gearbeitet.

Bildungslandesrat Philipp Achammer gibt es unumwunden zu, sagt aber auch, dass nicht alles nur dem Bildungsressort angelastet werden dürfe: „Die Schwierigkeiten, die derzeit zweifelsohne an den Landesschulen  bestehen, ergeben sich aus der Verknüpfung zweier Faktoren: der Autonomie, die diese Schulen mit 1. Jänner 2017 erhalten haben  und der Umstellung auf die doppelte Buchhaltung, die alle Schulen betrifft.“  

Die Vorbereitung auf diese neuen Kompetenzen sei wohl unterschätzt worden, sodass die Schulen derzeit noch immer nicht informationstechnisch in der Lage sind, den Anforderungen gerecht zu werden.   

D/wib

Was die Schulsekretäre vom Buchhaltungsprogramm und den damit verbundenen Problemen halten sowie alle Hintergründe lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol