Sonntag, 16. Dezember 2018

Neue Kämpfe und Luftangriffe erschüttern Hodeidah

Ungeachtet der vereinbarten Waffenruhe ist die Gegend um die jemenitische Hafenstadt Hodeidah nach Angaben von Einwohnern und regierungstreuen Kräften von Luftanschlägen und schweren Kämpfen erschüttert worden.

Waffenruhe hält nicht. - Foto: APA (AFP)
Waffenruhe hält nicht. - Foto: APA (AFP)

Mindestens 29 Kämpfer, darunter 22 Houthi-Rebellen, seien in der Nacht zum Sonntag bei Zusammenstößen und Luftangriffen am Stadtrand von Hodeidah getötet worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Kreisen der jemenitischen Regierungstruppen. Von unabhängiger Seite konnte dies zunächst nicht bestätigt werden.

Ein Bewohner Hodeidahs sprach in einem Telefonat von „heftigen” Kämpfen. Kampfjets seien die gesamte Nacht zu hören gewesen.

Die jemenitischen Regierungstruppen und die Houthi-Rebellen hatten am Donnerstag bei von der UNO vermittelten Gesprächen in Schweden eine Feuerpause vereinbart, die in der Nacht auf Freitag in Kraft trat. Die Waffenruhe sollte für Hodeidah und den dortigen Hafen gelten, über den der Großteil der humanitären Hilfe in den Jemen gelangt. Die Einigung sah einen Rückzug von Regierungstruppen und Rebellenkämpfern vor. Allerdings kam es bereits am Freitag zu erneuten Kämpfen.

Im Jemen herrscht seit 2014 ein Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den schiitischen Houthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Nach UN-Angaben wurden in dem Bürgerkrieg im Jemen bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten. In dem Land herrscht der UNO zufolge die schlimmste humanitäre Krise weltweit.

apa/ag.

stol