Am 16. Jänner soll Arno Kompatscher zum 3. Mal zum Landeshauptmann gewählt werden. Zuvor allerdings muss er sich für Koalitionsprogramm und Postenverteilung den Sanctus des SVP-Ausschusses holen – und jetzt fahren die mächtigen SVP-Bezirke ihre Geschütze auf.<BR /><BR />Allseits wird mit einer großen Regierung von 11 Mitgliedern gerechnet. Im Burggrafenamt ist man gegen diese Aufstockung. Sollte es dazu kommen, fordert der Burggräfler Bezirksausschuss aber 2 Landesräte.<BR /><BR /> „Es kann nicht sein, dass von Bozen aufwärts nur Rosmarie Pamer in die Regierung kommt“, sagt Vize-Bezirksobmann Hannes Gamper. So wie dem Eisacktal (Brunner, Achammer), dem Bezirk Bozen (Kompatscher, Messner) und dem Pustertal (Alfreider, Deeg) müssten „auf dem Westen 2 Regierungsposten zugesprochen“ werden. Der zweite für Landesrat Arnold Schuler.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="979627_image" /></div> <BR /><BR />Damit brandet ein Konflikt auf, den es am Tag nach der Wahl nicht gab. Mit über 11.000 Stimmen weniger hatte Schuler „mit dem Thema Regierung eigentlich schon abgeschlossen“. Für alle war klar, dass der neue starke Mann für die Landwirtschaft Luis Walcher heißt. <BR /><BR /> Jetzt aber sieht Schuler den Entwicklungen „gelassen“ entgegen. Wer in die Regierung kommt, bestimmt in erster Linie der Landeshauptmann – und einige trauen ihm durchaus zu, seinen „treuen Arnold“ als Landesrat zu halten.<h3> Bezirk Bozen kämpft für Walcher</h3>Der Bezirk Bozen rüstet zur Gegenwehr. Für 12. Jänner ist der Bezirksausschuss einberufen, um Walcher nötigenfalls die Stange zu halten. Nach wie vor gilt Walcher als Favorit. Er hat mehr Stimmen als Schuler erhalten, steht für Erneuerung. Bliebe er draußen, wäre dies eine Kampfansage an den Bauernbund. „Dabei wäre gerade eine große Regierung die Chance, alle einzubinden und Gräben zuzuschütten“, heißt es in Bozen.<BR /><BR />In einer 11-er Regierung braucht es 3 Frauen. Eine ist die Freiheitliche Ulli Mair, die zweite Rosmarie Pamer. Das Pustertal fordert die dritte Position für Waltraud Deeg ein. Sie allerdings gilt nicht als Liebkind des Landeshauptmanns, weshalb sich Spekulationen halten, dass Kompatscher anstelle von Deeg die Chefin der SVP-Arbeitnehmer, Magdalena Amhof, in die Regierung holen könnte.<BR /><BR />Amhof aber steckt zurück. „Das Eisacktal ist ein kleiner Bezirk. 3 Eisacktaler sind nicht realistisch“, so Amhof. Parteipolitisch sei es richtig, dem Pustertal seine Landesrätin zu lassen. Amhof war Fraktionssprecherin, übt dieses Amt vorübergehend wieder aus, möchte dies weiterhin tun und dürfte in dieser Position unumstritten sein. <BR /><BR /><BR />