Der Stadel gehört eindeutig zum typischen Südtiroler Landschaftsbild. Doch in solche Gebäude muss immer wieder investiert werden, um sie zeitgemäß zu erhalten. In Südtirol scheint das zu funktionieren – vor allem dank der Fördermittel. Demnach hat das Land Südtirol im vergangenen Jahr 212 Gesuche genehmigt, um Stadel zu fördern, „in denen Vieh untergebracht wird sowie Futterbergeräume und Düngemittel aus tierischer Herkunft gelagert werden“. <h3> 2024 wurden 66 Ansuchen zu Maschinenräumen genehmigt</h3>Im Jahr 2019 waren es gar 335 Gesuche gewesen, 2020 117, ein Jahr später 203, im Jahr 2022 dann 152 und 2023 deren 137. Walcher weist in seiner Antwort auf Leiter Rebers Anfrage darauf hin, dass hierzulande investiert wird, weil es entsprechende Förderungen gibt. „Wir haben die Förderungen nördlich und südlich von Südtirol verglichen und festgestellt, dass die Geldmittel, die dort ausgeschüttet werden, niedriger sind“, schreibt er. Entsprechend werden auch weniger Anträge gestellt. Geld stellt hauptsächlich die EU zur Verfügung, die in Südtirol in den vergangenen Jahren durchaus auch abgerufen wurden: Im Vorjahr waren es 27, 2023 gab es keine Gesuche, 2022 wiederum 36. <BR /><BR />Gefördert werden aber nicht nur landwirtschaftliche Betriebsgebäude, in denen Vieh untergebracht wird. Auch wer in Maschinenräume investiert, kann Geldmittel beantragen. 2023 wurden 37 Maschinenräume gefördert, im vergangenen Jahr 66. <h3> 6,1 Mio. EU-Gelder für Stadel</h3>Von der EU flossen im Vorjahr insgesamt 6,1 Millionen Euro in die Förderung von Südtirols Stadel. 2022 waren es gar 9,3 Millionen Euro gewesen, 2020, dem Pandemiejahr, immerhin noch 1,1 Millionen Euro. <BR /><BR /> „Ohne die EU-Gelder sähe es mager aus, denn allein mit den Erlösen aus der Landwirtschaft könnten diese Infrastrukturen von den kleineren Höfen nicht finanziert werden“, so Andreas Leiter Reber. „Das gilt übrigens nicht nur für die Grünlandwirtschaft, weshalb ich eine Öffnung der Förderschiene für alle Zweige der Landwirtschaft mit vergleichbaren Betriebserlösen als überfällig und konsequent erachte“, resümiert er.