Montag, 28. Januar 2019

Neuer Schlagabtausch zwischen Italien und Frankreich

Der Schlagabtausch zwischen Italien und Frankreich geht weiter. Die beiden italienischen Vizepremiers Matteo Salvini und Luigi Di Maio reagierten verärgert auf die Worte von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, wonach „das italienische Volk politische Führer auf der Höhe seiner Geschichte“ verdiene.

Die italienische Regierung liegt bereits seit längerem mit Macron im Clinch.
Die italienische Regierung liegt bereits seit längerem mit Macron im Clinch. - Foto: © APA/AFP

Vize-Regierungschef Luigi Di Maio von der Fünf-Sterne-Bewegung meinte, das italienische Volk solle entscheiden, ob seine politischen Führer auf der Höhe von Italiens Geschichte seien. „Macron soll mit der Dekolonisierung Afrikas beginnen. Seine Politik verarmt die Afrikaner, die dann in Richtung Europa abfahren“, sagte Di Maio laut Medienangaben.

Der 32-jährige Vizepremier hatte Frankreich zuletzt wiederholt vorgeworfen, durch anhaltende Kolonialisierung zur Verarmung von Afrika und dadurch zur Massenflucht von dem Kontinent in Richtung Europa beizutragen. Auch Vizepremier und Lega-Chef Matteo Salvini kritisierte Macron. „Bevor er uns angreift, soll er uns die italienischen Terroristen und Mörder zurückschicken, die seit zu langer Zeit in Frankreich leben“, kritisierte Salvini in einem Radiointerview am Montag.

Die italienische Regierung liegt bereits seit längerem mit Macron im Clinch – unter anderem wegen ihrer restriktiven Einwanderungspolitik. Europabefürworter Macron hatte seinerseits schon vor Monaten einen harten Ton gegenüber „Nationalisten“ in Europa angeschlagen und dabei vor allem den ungarischen Regierungschef Viktor Orban und Salvini im Blick.

apa

stol