Donnerstag, 07. April 2016

Neuer Termin fürs „Grenzmanagement“ steht

Erst hieß es Frühjahr, dann irgendwann April. Nun ist der April gekommen, das „Grenzmanagement“ am Brenner jedoch fehlt. Jetzt hat Österreich einen neuen Termin ins Auge gefasst.

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Foto: © D

Ab 1. Juni soll an mindestens vier weiteren Grenzübergängen zu Österreich in Spielfeld-Manier kontrolliert werden: im burgenländischen Nickelsdorf und Heiligenkreuz, in Thörl-Maglern in Kärnten – und am Brenner.

Die Planungen seien eingeleitet, noch werde aber nicht gebaut, hieß es am Donnerstag aus dem Innenministerium zur österreichischen Presseagentur APA. Vorbild für das „Grenzmanagement“ sind die Kontrollen im steierischen Spielfeld.

Schon früher stärkere Kontrollen

Kontrolliert werden soll laut Ressort „lageangepasst“, also dann, wenn es die Situation auch wirklich erfordert. Bereits in den kommenden Tagen soll zudem am Brenner sowie im Burgenland – auch ohne bauliche Maßnahmen – personell verstärkt kontrolliert werden.

Derzeit ist die Lage noch ruhig

Zuletzt hatte die Tiroler Polizei betont, dass die gesamte Infrastruktur für das „Grenzmanagement“ am Brenner bis Ende Mai hochgefahren sein werde. Mit den Kontrollen könne aber schon früher parallel dazu begonnen werden, bestätigte man auch dort.

Derzeit wird am Brenner noch Schengen gemäß kontrolliert. Zuletzt war die Lage dort ruhig, es wurden relativ wenig Aufgriffe verzeichnet.

Auch Kontrollen in Sillian und am Reschen geplant

Insgesamt sind es nach Spielfeld zwölf weitere Grenzübergänge, an denen bauliche Maßnahmen gesetzt werden sollen. Zusätzlich zu den vier bereits genannten Orten stehen unter anderem Sillian in Osttirol und der Reschenpass auf der Liste. Der Brenner zählz doppelt, da es sich um die Autobahn sowie die Bundesstraße handelt.

apa/stol

stol