<BR />Binnen drei Tagen sollen die Daten irregulärer Migranten erfasst werden. Bislang hat man in der Bozner Quästur jedoch noch keine genaueren Informationen zur Umsetzung des Dekrets erhalten. <BR /><BR />Mit dem neuen Dekret passt sich die Regierung in Rom an die Bestimmungen des EU-Migrationspakts an. Zur Erinnerung: Dieser wurde am 12. Juni dieses Jahres verabschiedet und verschärft die Asylregeln in Europa deutlich. Einer der wichtigsten Punkte des EU-Pakts sind die beschleunigten Grenzverfahren. <BR /><BR />Um dieser Forderung gerecht zu werden, rüstet Italien nun um 25 neue Prüfstellen auch abseits der Grenzregionen auf. Auch Verona zählt zu den neuen Standorten – dort werden die Asylverfahren aus Südtirol bearbeitet. Die große Neuerung für Südtirol ist indes die neue Screening-Methode, die es ermöglichen soll, innerhalb von nur drei Tagen die wichtigsten Daten eines irregulären Migranten zu erfassen.<h3> Quästur und Regierungskommissariat setzen Beschluss um</h3> Die Direktorin der Abteilung Soziales, Michela Trentini, hat sich das neue Dekret angeschaut und kennt den Stand der Dinge. „Innerhalb dieser drei Tage sollen drei verschiedene Aspekte überprüft werden“, erklärt die Abteilungsdirektorin. Einerseits wird die Person identifiziert und deren Personalien registriert.<BR /><BR /> Danach folgen eine Gesundheitskontrolle und die Prüfung, ob eine besondere Schutzbedürftigkeit vorliegt. Ist dieses Verfahren abgeschlossen, kann die Person entweder Asyl beantragen oder der Prozess der Rückführung wird eingeleitet. <BR /><BR />Für die Umsetzung der neuen Bestimmungen sind das Regierungskommissariat und die Quästur zuständig. Letztere wurde bislang jedoch noch nicht über die Neuerungen in Kenntnis gesetzt, wie die „Dolomiten“ auf Anfrage erfahren.<BR /><BR /> „Es ist noch etwas früh zu sagen, wie genau die neuen Regeln in der Praxis umgesetzt werden“, heißt es vonseiten der Quästur. Es gelte, die nächsten Monate abzuwarten.