Dafür werden sie im Mai in den jeweiligen Landtagen einen „Gesamt-Tiroler-Mehrparteienantrag“ einbringen. Der Direktzug war mit Fahrplanwechsel im Dezember 2013 zum bisher letzen Mal verkehrt.Die neun Landtagsabgeordneten der „Süd-Tiroler Freiheit“, der Südtiroler und Tiroler Freiheitlichen, der Südtiroler Grünen, der Bürgerunion, der Bewegung „Movimento 5 stelle", von Vorwärts Tirol, der Liste Fritz sowie der Tiroler SPÖ waren sich bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Freitag in Innsbruck einig, dass es lediglich am „politischen Willen“ der Regierungsparteien beider Länder scheitere. Den Direktzug etikettierten sie dabei wechselweise als „Herzensanliegen“, „Gesamt-Tiroler Institution“ oder „Verbindungsader“. Seine Abschaffung habe „Kopfschütteln und Unverständnis“ bei der betroffenen Bevölkerung hervorgerufen, hieß es.Laut der Osttiroler SPÖ-Landtagsabgeordneten Elisabeth Blanik.wäre eine stündliche Taktung ab Lienz mit einer Fahrzeit von drei Stunden und 28 Minuten bis Innsbruck auf Basis des derzeitigen Zugverkehrs „ohne Weiteres“ möglich, es scheitere lediglich am „politischen Willen“. Die Kosten sollten sich Tirol und Südtirol anteilsmäßig teilen.Der Vertreter der Südtiroler Grünen, Hans Heiss, betonte, dass die Südtiroler Grünen eine andere Sichtweise hätten als ihre Tiroler Kollegen und somit diese gemeinsame Oppositionsinitiative „gerne“ unterstützen würden. Die Direktverbindung sei die bessere Alternative und insbesondere für Studierende sehr wichtig.Andreas Pöder (Bürgerunion) und Roland Tinkhauser (Freiheitliche) kritisierten einhellig, dass in Südtirol für diverse „sinnlose Projekte“ wie für den Flughafen Bozen Gelder vorhanden seien, für die Direktverbindung aber nicht. „Jeder Fluggast des Bozner Flughafens wird mit 100 Euro subventioniert“, kritisierte Pöder. Jetzt sei der „richtige Zeitpunkt“, die Möglichkeiten für einen Direktzug zu überprüfen und die Fragen der Finanzierung oder der Gestaltung des Tarifsystem zu klären, meinte Tinkhauser.apa