Freitag, 05. Juli 2019

NGO-Schiff rettet 54 Migranten in libyschen Gewässern

Das Beobachtungsschiff „Alex“ der italienischen Hilfsorganisation „Mediterranea“ hat am Donnerstag 54 Migranten in libyschen Gewässern gerettet. An Bord befanden sich vier Kinder und drei schwangere Frauen, twitterte die Hilfsorganisation.

Archivbild
Archivbild

Die italienische Küstenwache hatte „Mediterranea“ mitgeteilt, dass die libysche Küstenwache alarmiert worden sei und diese ein Schiff zur Migrantenrettung gesandt habe, doch die „Alex“ kam zuvor zu der Stelle, wo sich die Migranten befanden.

„Wir sind glücklich, 54 Menschenleben aus der libyschen Hölle gerettet zu haben. Jetzt brauchen sie sofort einen sicheren Hafen“, twitterte die italienische Hilfsorganisation.

Das italienische Beobachtungsschiff ist seit Mittwoch im Mittelmeerraum im Einsatz. Die „Alex“ war ein Begleitungsschiff der „Mare Jonio“, die im Mai vor der libyschen Küste 30 afrikanische Flüchtlinge gerettet hatte. Die italienische Justiz ordnete die Beschlagnahmung des Schiffes an.

Italiens Innenminister Matteo Salvini, der einen harten Kurs in der Einwanderungspolitik vertritt und die Aufnahme von Migranten drastisch begrenzen will, forderte die NGO auf, die Migranten nach Tunesien zu führen. Tunesien sei für das Schiff näher als Lampedusa. Der „Alex“ drohe ansonsten die Konfiszierung, wie bereits der „Sea-Watch 3“, die am Samstag den Hafen der Insel Lampedusa erreicht hatte.

apa

stol