<BR /><BR />Nach dem Ausscheiden des SVP-Langzeitbürgermeisters Johann Passler – er war 32 Jahre im Amt – im Jahr 2010 folgten in Niederdorf durchaus turbulente politische Jahre. „In den vergangenen 5 Jahren ist es uns gelungen, Ruhe in die Gemeindepolitik zu bringen und Zwistigkeiten hintanzustellen“, sagen Bürgermeister Günther Wisthaler und sein Vize Robert Burger. Das sei es auch, das sich die Bevölkerung von den politischen Vertretern erwarte. „Sie wollen keine Parteipolitik, sondern Sachpolitik für das Dorf.“ In diesem Sinne habe man in den vergangenen 5 Jahren gut zusammengearbeitet. „Das zeigt auch, dass wir 99 Prozent der Beschlüsse einstimmig getroffen haben“, betont Burger. Im Gemeinderat stellt die Liste „Niederdorf bewegen“ derzeit 7 Mandatare, „Dialog 2020“ mit dem kleinen Edelweiß im Listenzeichen 8. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1140255_image" /></div> <BR />Aus dieser guten Zusammenarbeit sei der Wille entstanden, sich zusammenzutun, sagt der Bürgermeister. Sein Stellvertreter erklärt, dass „so etwas nicht von heute auf morgen geht, sondern wachsen muss“. Und: „Das Ich-Denken muss dem Wir-Denken Platz machen“, sagt Burger. Für ihn war die gemeinsame Liste „Voraussetzung fürs Weitermachen“. <h3> Wisthaler wieder Bürgermeisterkandidat</h3>Einig sei man sich auch gewesen, dass Wisthaler erneut für das Bürgermeisteramt kandidieren werde. „Ich habe mich bereit erklärt, sofern ein schlagkräftiges Team zusammengestellt werden kann“, sagt Wisthaler. Mit 21 Kandidaten – davon 7 Frauen – sei dies gelungen. Von den 15 derzeitigen Gemeinderäten treten 10 (6 von „Niederdorf bewegen“ und 4 von der SVP) wieder an. „Niemand scheidet aufgrund der Einheitsliste aus“, betonen die beiden Politiker. <BR /><BR />Weiterzubringen sei in Niederdorf in den nächsten 5 Jahren einiges: Ein Großprojekt sei der Zu- und Umbau des Seniorenheimes. „30 bis 35 Seniorinnen und Senioren stehen nahezu ständig auf der Warteliste“, sagt der Bürgermeister. Man bemühe sich, eines der 4 in Südtirol geplanten Demenz-Kompetenzzentren in Niederdorf zu errichten, um zum einen notwendige Geldmittel für den Umbau des Seniorenheimes zu erhalten, aber auch um einen attraktiven Standort für Ärzte und andere medizinische Fachkräfte zu schaffen. <BR /><BR />Neu gebaut werden müsse das 50 Jahre alte Kulturhaus, deren Räumlichkeiten weder für Veranstaltungen noch für die Probentätigkeit der Musikkapelle zeitgemäß seien. „Geplant ist, den Veranstaltungssaal im Erdgeschoss unterzubringen, die Probelokale für die Musikkapelle im ersten Stock und im Keller Lagerräume für die Vereine zu errichten“, erklären Wisthaler und Burger. Eine Vorstudie liegt bereits auf, die Finanzierung – die geschätzten Kosten belaufen sich auf 7 bis 8 Millionen Euro – ist aber noch ungewiss. <BR />Und dann gehe es auch darum, Strategien zu entwickeln, um die rund 40.000 Kubikmeter Leerstand im Dorf wieder mit Leben zu füllen – und wichtigen Wohnraum für alle Bedürfnisse zu schaffen.