Die Landesregierung diskutiert auch heute wieder über den Haushalt 2025. Dieser steht ganz im Zeichen der Stärkung der Kaufkraft, weshalb in den kommenden 3 Jahren 450 Mio. Euro für Tarifverträge im öffentlichen Dienst vorgesehen sind. 60 Mio. Euro pro Jahr kostet es dem Land, die IRAP für Privatunternehmen, die Zusatzabkommen oder Betriebsprämien auszahlen, auf 2,68 Prozent zu senken.<BR /><BR />Um die Kaufkraft der Familien zu stärken , wird der regionale Irpef-Zuschlag umgestaltet: Einkommen über 90.000 Euro zahlen 462 Euro mehr und finanzieren damit höhere Freibeträge für Familien mit Kindern. <h3> Konkrete Maßnahmen gegen Altersarmut</h3> Gute Nachrichten gibt es für Südtiroler mit niedrigen Renten. Während ein von der Opposition gefordertes autonomes Südtiroler Renteninstitut Zukunftsmusik sein kann, setzt das Land auf konkrete Schritte zur Bekämpfung der Altersarmut. Mit rund 15.000 Euro liegt der Rentendurchschnitt in Südtirol zwar über jenem im restlichen Italien. Trotzdem erhalten aber über 16.000 Südtiroler nur eine Mindestrente von 617 Euro, die der Staat jetzt um mickrige 3 Euro aufpeppen will. Vor allem aber sind die Lebenshaltungskosten in Südtirol viel höher, als im restlichen Staatsgebiet.<BR /><BR /><embed id="dtext86-67248576_quote" /><BR /><BR />„Seit 6 Monaten sind wir im Kontakt mit dem INPS, um einen Landeszusatzbetrag an Niedrigrentner auszuzahlen“, sagt Landeshauptmann Kompatscher. 150 Mio. Euro sind dafür in den nächsten 3 Jahren vorgesehen, davon 50 für 2025. Er lässt sich erste Details entlocken. Demnach wird das Land bis zu 200 Euro im Monat zuschießen, um die Kaufkraft der Senioren zu stärken. „Ausbezahlt wird aber nicht monatlich. Es wird eine Einmal-Zahlung werden, also maximal 2400 Euro“, so Kompatscher. Dies um Spesen zu sparen, denn ausbezahlt wird über das NISF/INPS. Abgeklärt ist inzwischen, dass der Betrag steuerfrei ausbezahlt werden kann.<h3>„Wer brav einzahlt, soll belohnt werden“</h3>Unterstützt werden nicht nur Mindestrentner, sondern insgesamt kleine Renten, die aber auf jeden Fall unter 1000 Euro liegen. Die eigenen 4 Wände ausgenommen, dürfen die Pensionisten kein weiteres Vermögen besitzen. Der Beitrag wird gestaffelt ausbezahlt. Dabei gilt aber nicht nur „je kleiner die Rente, desto höher der Beitrag“. Vielmehr will das Land auch Beitragsjahre berücksichtigen. Oft schaut am Ende nämlich wenig heraus, weil über Strecken nichts einbezahlt wurde. <BR /><BR />„Wer immer brav eingezahlt hat, soll dafür belohnt werden“, so Kompatscher. In 10 Tagen soll der Beschluss ausgearbeitet und noch vor der Behandlung im Gesetzgebungsausschuss den Gewerkschaften präsentiert werden. Zu rechnen ist mit der Auszahlung im ersten Halbjahr 2025.