Stauder weist darauf hin, dass die Mehrheit in dieser Landtagswoche bei 25 Beschlüssen nur einmal nicht kompakt abgestimmt habe (wie berichtet beim Antrag von Thomas Widmann über die geschützten Werkstätten). <BR /><BR /><embed id="dtext86-67318830_quote" /><BR /><BR />„Hier etwas hinein zu interpretieren, ist aus einer Mücke einen Elefanten machen“, meint der SVP-Fraktionschef. Die Zusammenarbeit mit den Koalitionspartnern funktioniere gut, es bedürfe aber einer besseren Abstimmung: „Die Mehrheit hält zusammen, muss aber noch mehr und noch intensiver kommunizieren und einige müssen professioneller werden und sich besser vorbereiten.“ <BR /><BR />Die nächste Koalitionsausschuss-Sitzung wird keine Krisensitzung, meint Stauder. Man werde den Status Quo erheben, um zu sehen, wo man stehe, was man besser machen könne und wo es hake. Diese Sitzung habe keine Dringlichkeit. „Wir erwarten von den Koalitionspartnern, dass sie mit gleich guter Vorbereitung in die Vorbereitungssitzungen vor der Landtagswoche gehen wie wir“, fordert Stauder. „Dann erleben wir keine solchen Überraschung mehr.“<h3> Kein Wanken in der Koalition</h3>Ganz anders sieht man es bei FdI: Scarafoni räumt ein, dass ihre Stimme für den Widmann-Antrag „nicht linientreu war“. Aber: „Ich wollte der Mehrheit damit ein Zeichen des Protestes geben“, erklärt die FdI-Abgeordnete. <BR /><BR />Die Probleme beim Behindertentransport seien noch immer nicht gelöst. „Ich verlange Erklärungen – und diese werden mir nicht zeitnah gegeben. Auch mein Standpunkt sollte respektiert werden – alle in der Mehrheit müssen gleich berücksichtigt werden“, fordert Scarafoni. Die Koalition stehe aber nach wie vor auf sicheren Beinen, versichert sie. „Da gibt es kein Wanken.“ <BR /><BR /><BR /><BR />„Wir sind nicht bereit, nur da zu stehen und das zu machen, was die SVP will“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Marco Galateo. Auch die SVP habe kürzlich einem Beschlussantrag der Grünen zugestimmt, der innerhalb der Mehrheit nicht abgesprochen gewesen sei. <BR /><BR />Die Krise sei noch nicht beendet – erst dann, wenn bei der nächsten Sitzung des Koalitionsausschusses die Regeln wie etwa über Abstimmungen neu definiert werden, die dann aber alle zu respektieren hätten. Und zudem müssten einige Punkte des Koalitionsprogrammes konkretisiert werden. Die Sitzung des Koalitionsausschusses werde Ende November oder Anfang Dezember stattfinden. <h3> Brigitte Foppa (Grüne) dementiert </h3>Dass Landeshauptmann Kompatscher bereits Gespräche mit den Grünen führt, um diese statt FdI in die Koalition zu holen, dementiert Brigitte Foppa (Grüne). „Diese Auseinandersetzungen zeigen, dass der Koalitionspartner der SVP diesmal sicherlich weniger kuschelweich ist, als sie es gewohnt ist“, meint Foppa. „Galateo und Scarafoni haben den Rückhalt in Rom – sie haben das Autonomie-Projekt von Kompatscher in der Hand. Dadurch dass die Mehrheit so knapp ist, hat jeder Erpressungspotenzial.“