Als Folge haben Südtirols Gemeinden kaum mehr Spielraum, bei der zweiten IMU-Rate im Dezember die versprochenen Vergünstigungen vorzunehmen.Per Rundschreiben wurden alle Südtiroler Gemeinden von ihrem Verband aufgefordert, vorerst keine IMU-Beschlüsse zu fassen.„Plötzlich ist nämlich nicht mehr klar, wie viel Geld in Rom abzuliefern ist und hohe Ministerialbeamte haben uns vorgewarnt, dass es viel mehr sein wird, als gedacht“, so Präsident Arno Kompatscher.Klar war immer, dass der Staat die Hälfte der IMU (3,8 Promille) auf alle Immobilien einsackt. Zudem hat der Staat im Jänner die Mehreinnahmen aus der IMU italienweit auf 1627 Mio. Euro geschätzt und diese Summe wollte er auch.„Südtirol hätte es mit 16 Millionen Euro getroffen“, so Kompatscher. Da es sich nur um Schätzungen handelte, haben die SVP-Parlamentarier noch im März offiziell in Rom angefragt, ob es bei den 16 Mio. Euro bleibe. „Die Antwort war Ja“, berichtet Kompatscher.Jetzt hingegen sollen aus den 16 Millionen plötzlich 38 werden. Der Grund ist, dass die IMU-Einnahmen im Süden weit hinter den Schätzungen des Staates zurückgeblieben sind. „Dieser will in Summe aber trotzdem seine 1627 Millionen Euro einkassieren“, so Kompatscher. Und deshalb reichen jetzt auch die geschätzten 16 Millionen für Südtirol nicht mehr aus._____________________________________________________________Mehr dazu lesen Sie in der Tageszeitung „Dolomiten“