Südkorea und die USA hatten fünf Tage zuvor ihr jährliches Manöver begonnen. Ihren Angaben zufolge ist es rein defensiver Natur und zielt darauf ab, die Bereitschaft gegen militärische Bedrohungen aus Nordkorea zu testen. Nordkorea dagegen wertet solche Übungen als Angriffsvorbereitung.<BR /><BR />Das japanische Verteidigungsministerium teilte mit, eine nordkoreanische Rakete habe eine Höhe von 80 Kilometern erreicht und sei 340 Kilometer weit geflogen. Der Küstenwache des Landes zufolge stürzte ein Geschoss ins Meer, es handle sich um eine ballistische Rakete. Der japanische Sender NHK berichtete unter Berufung auf Insider im Verteidigungsministerium, das Objekt sei offenbar außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Japans niedergegangen.<h3> Gemeinsames Übungsmanöver </h3>Im Rahmen des gemeinsamen Manövers übten Hunderte US-amerikanische und südkoreanische Soldaten unter der Leitung des Oberbefehlshabers ihrer gemeinsamen Streitkräfte Flussüberquerungsübungen mit Panzern und gepanzerten Kampffahrzeugen. Das US-Militär hat rund 28.500 Soldaten und Kampfflugzeugstaffeln in Südkorea stationiert.<BR /><BR />Nordkorea bringt seinen Protest und seine Einwände gegen Manöver der USA, Südkoreas und auch Japans häufig zum Ausdruck. Die Führung in Pjöngjang bezeichnet diese Übungen als „Generalprobe“ für einen bewaffneten Angriff der Verbündeten auf Nordkorea.<h3> Dialog mit Nordkorea suchen</h3>Nordkorea testet seit mehr als zwei Jahrzehnten eine breite Palette von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern, um die Mittel zum Einsatz von Atomwaffen zu entwickeln, die es vermutlich erfolgreich gebaut hat. Als Folge davon unterliegt das weitgehend isolierte Land seit 2006 mehreren Sanktionen des UN-Sicherheitsrats. Trotz der dadurch entstandenen erheblichen Hindernisse für Handel, Wirtschaft und Verteidigung bleibt die Führung unter Machthaber Kim Jong Un aber unnachgiebig.<BR /><BR />Am Donnerstag war der südkoreanische Ministerpräsident Kim Min Seok in Washington mit US-Präsident Donald Trump zusammengetroffen, um über Möglichkeiten zur Wiederaufnahme des Dialogs mit Nordkorea zu beraten. Trump sei sehr daran interessiert, jede Gelegenheit zu nutzen, um mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zusammenzutreffen, erklärte Kim Min Seok vor der Presse.