Von diesem Montag an verhandelt Athen mit Delegierten der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF). Wie EU-Währungskommissar Olli Rehn am Samstag in Madrid bestätigte, geht es dabei um die Details der Finanzierung.Der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou ließ nach Beratungen mit seinen europäischen Amtskollegen offen, wann die Regierung in Athen ein offizielles Hilfsgesuch an EU und IWF für milliardenschwere Kredite richten werde. An den Verhandlungen in der griechischen Hauptstadt sind auch Fachleute der Europäischen Zentralbank (EZB) beteiligt. Die Euro-Länder wollen Athen notfalls mit bis zu 30 Milliarden Euro im ersten Jahr unter die Arme greifen - Deutschland würde davon bis zu 8,4 Milliarden Euro übernehmen. Auf den IWF könnten zusätzlich bis zu 15 Milliarden Euro zukommen. Unterdessen macht die EU einen Schlussstrich unter Geschäfte, die einige Mitgliedstaaten früher mit der jetzt in ihrem Heimatland von der Börsenaufsicht angegriffenen Großbank Goldman Sachs machten. Italien, Belgien und Polen bereinigten die Effekte sogenannter Swap- Geschäfte - zu deutsch Tauschgeschäfte - und korrigierten nachträglich Defizit- und Schuldenwerte, sagte Rehn.Schuldensünder Griechenland sei dabei, dies zu tun. Zahlen nannte Rehn nicht. Goldman Sachs soll es Griechenland nach dem Jahr 2000 ermöglicht haben, durch Derivategeschäfte seine Schulden zu verschleiern. Kredite sind laut Presseberichten nicht als Schulden, sondern als Währungsgeschäfte verbucht worden. Athen hatte stets beteuert, nichts Illegales begangen zu haben. dpa