Montag, 01. März 2021

Nur mehr eine Impf-Dosis pro Person?

In Italien wird darüber diskutiert, ob künftig nur noch eine Impf-Dosis pro Person gespritzt werden sollte: Für jene, die Covid-19 bereits hinter sich haben, sei das bereits Realität, wie der „Corriere della Sera“ in seiner Online-Ausgabe schreibt.

Der Impfstoff von Johnson & Johnson ist in den USA bereits im Einsatz. Anders als bei den bisherigen Wirkstoffen genügt bei diesem eine Dosis. Wird er einen Paradigmenwechsel in der Impfpolitik einleiten?
Der Impfstoff von Johnson & Johnson ist in den USA bereits im Einsatz. Anders als bei den bisherigen Wirkstoffen genügt bei diesem eine Dosis. Wird er einen Paradigmenwechsel in der Impfpolitik einleiten? - Foto: © APA (AFP) / MICHAEL CIAGLO
Wer Covi-19 bereits überstanden hat, hätte bereits Antikörper: Eine einzige Injektion gelte daher als ausreichend, um den Impfschutz zu garantieren, schreibt der „Corriere“. Für alle anderen sei die Entscheidung noch nicht gefallen – weder auf wissenschaftlicher Ebene, noch auf politischer.

Mit Ausnahme der über 80-Jährigen und des Sanitätspersonals funktioniere die Impfmaschinerie in Italien aber bereits in einem Ein-Dosis-Regime. Beim AstraZeneca-Impfstoff, der bisher Lehrern und Militärangehörigen vorbehalten ist, sei die ideale Auffrischung nämlich in der zwölften Woche vorgesehen. Die ersten Impfungen wurden Anfang Februar verabreicht, so dass die ersten Auffrischungsimpfungen in 2 Monaten folgen sollen. Bis dahin muss eine Entscheidung in Rom fallen.

Für Anfang April erwartet wird indes der vierte Impfstoff, jener von Johnson & Johnson: Dieser wird jedenfalls in einer einzigen Dosis verimpft. Ob er den Weg zu einer gesamten Einzel-Impfungsstrategie ebnen wird oder nicht, bleibt abzuwarten. Ab April sollte die Anzahl der verfügbaren Dosen aber kein Problem mehr darstellen, so die Hoffnung. Zwischen April und Juni sollen nämlich 64 Millionen Impfdosen eintreffen, davon 9 Millionen von Johnson & Johnson. 36 Millionen Menschen könnten auf diese Weise immunisiert werden. 42 Millionen müssten es sein, um in Italien Herdenimmunität zu schaffen.

stol