Besorgt äußerte er sich über mögliche globale Folgen der Euro-Krise. Die Situation in Europa werde zweifelslos auch Folgen für die US-Wirtschaft haben, sagte Obama dem spanischsprachigem Dienst der Deutschen Presse-Agentur und anderen spanischsprachigen Agenturen.Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wies Spekulationen über eine mögliche Insolvenz Griechenlands strikt zurück. Diese Spekulationen hatte am Montag Vizekanzler und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) angeheizt.Mit dem Euro entscheide sich auch die Zukunft Europas, sagte die Kanzlerin am Dienstag im rbb-Inforadio. „Und deshalb sollte jeder auch seine Worte sehr vorsichtig wägen. Was wir nicht brauchen können, ist Unruhe auf den Finanzmärkten. Die Unsicherheiten sind schon groß genug.“Die Schuldenkrise und die Diskussion über die Euro-Rettung werden auch Thema eines Gesprächs der Kanzlerin mit dem finnischen Ministerpräsident Jyrki Katainen sein. Er wird gegen Mittag in Berlin erwartet.Die schwierige Finanzlage Italiens steht im Mittelpunkt eines Treffens des italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi am Nachmittag mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in Straßburg.Obama besorgt um Italien und Spanien Obama äußerte sich im Interview in Washington auch besorgt zu Italien und Spanien. „Letztlich müssen sich die großen Länder in Europa und deren politische Führer zusammenfinden und eine Entscheidung darüber fällen, wie sie die Währungsintegration mit einer effektiveren und abgestimmten Haushaltspolitik zusammenbringen“, sagte der US-Präsident. „Zweifelslos Folgen für Amerika“Die Situation in Europa werde zweifelslos auch Folgen für die US-Wirtschaft haben: „Wir leben heute in einer integrierten Weltwirtschaft. Das, was jenseits des Atlantiks oder des Pazifiks geschieht, hat gewaltigen Einfluss auf Amerika, auf unseren gesamten Kontinent, nicht nur auf die USA“, sagte er. Daher versuche seine Regierung, die Krise „intensiv gemeinsam mit den Europäern“ zu lösen.Merkel sagte: „Ich glaube, wir tun Griechenland den größten Gefallen, indem wir wenig spekulieren, sondern Griechenland ermutigen, die Verpflichtungen auch umzusetzen, die es eingegangen ist.“ Griechenland müsse jetzt seine Hausaufgaben machen. Die CDU-Vorsitzende ging damit – ohne ihn namentlich zu erwähnen – deutlich auf Distanz zu FDP-Chef und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler.Rösler hatte in einem Beitrag für die „Welt“ geschrieben, es dürfe auch kurzfristig keine Denkverbote mehr geben. „Dazu zählt notfalls auch eine geordnete Insolvenz Griechenlands, wenn die dafür notwendigen Instrumente zur Verfügung stehen.“SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier warf dem Wirtschaftsminister vor, mit seinen Äußerungen über einen Staatsbankrott Griechenlands die Krise um den Euro verschärft zu haben. „Den deutschen Steuerzahler wird dies weitere Milliarden kosten“, sagte Steinmeier der Nachrichtenagentur dpa.dpa