Montag, 18. Januar 2021

Obdachlosigkeit: Landesrätin Deeg regt stärkere Vernetzung an

Bei einem virtuellen Treffen mit Vertretern des Landes, der Gemeinde Bozen und der im Bereich der Obdachlosen- und Flüchtlingshilfe aktiven Vereinigungen wurde ein regelmäßiger Austausch vereinbart.

An einer mittel- und langfristigen Strategie für die Unterstützung von wohnungs- und obdachlosen Menschen arbeitet Soziallandesrätin gemeinsam mit Gemeinde und Vereinigungen, die in diesem Bereich bereits tätig sind.
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An einer mittel- und langfristigen Strategie für die Unterstützung von wohnungs- und obdachlosen Menschen arbeitet Soziallandesrätin gemeinsam mit Gemeinde und Vereinigungen, die in diesem Bereich bereits tätig sind. - Foto: © pixabay/lpa
Auf Einladung von Soziallandesrätin Waltraud Deeg haben sich am heutigen Montag Vertreter des Landes und der Gemeinde Bozen mit Vertretern von Caritas, Rotem Kreuz, Volontarius, River Equipe, S.O.S. Bozen und Bozen Solidale zu einem virtuellen Gedankenaustausch getroffen. Anlass war die Situation obdach- und wohnungsloser Menschen in der Landeshauptstadt Bozen. Ein erstes Treffen dazu hatte es bereits am vorigen Montag zwischen Landesrätin Deeg und Stadtrat Juri Andriollo gegeben.

„Es gibt viele Dienste, die auf Landes- und Gemeindeebene aktiv sind. Doch auch die Rückmeldungen der in diesem Bereich aktiven Vereinigungen zeigen, dass es noch mehr Zusammenarbeit und Vernetzung braucht. Das gemeinsame Ziel ist und bleibt, jenen Menschen möglichst schnell zu helfen, die am dringendsten Unterstützung und Begleitung brauchen“, fasst Deeg zusammen.

So wurde unter anderem der Vorschlag vorgebracht, im gesamten Gemeindegebiet abgestimmte Listen zu erstellen, mit denen nachvollziehbar wird, wer welche Hilfsangebote bereits angeboten bekommen hat, wer bereits eine Unterkunft erhält oder wer bisher noch nicht erfasst wurde.

Wenngleich die Zuständigkeit für obdach- und wohnungslose Menschen grundsätzlich bei den Gemeinden liege, könne das Land hier eine Art Koordinierungsfunktion übernehmen und die Zusammenarbeit aller beteiligten Partner befördern. „Fest steht, dass wir nicht nur mit Notlösungen reagieren möchten, sondern eine mittel- und langfristige Strategie erarbeiten wollen“, betont Landesrätin Deeg.

lpa