Die Rückkehr der Oberschüler in den teilweisen Präsenzunterricht nach Ostern wackelt wieder. <BR /><BR /><BR /><i>Von Isabelle Hansen</i><BR /><BR /><BR />Eigentlich war die Rückkehr der Oberschüler in die Teilpräsenz nach Ostern bereits beschlossene Sache. Doch Ministerpräsident Mario Draghi will den Lockdown verlängern – und unliebsame Überraschungen für die Schule sind nicht ausgeschlossen. <BR /><BR />Landesrat Philipp Achammer sieht zumindest für die Grund- und Mittelschulen keine Gefahr aus Rom, bei der Oberschule schon.<BR />„Gegenüber Rom können wir aber ganz klar mit unseren verpflichtenden Selbsttests argumentieren“, sagt Achammer. „Diesbezüglich sind wir auf Staatsgebiet Vorbild, wir verringern die Ansteckungsgefahr in den Schulen dadurch ungemein“, betont er. Und die, so der Bildungslandesrat, sei sowohl auf dem Schülertransport als auch in der Schule andernfalls durchaus gegeben. <BR /><BR /><b>„Jugendliche in Isolation“</b><BR /><BR />Sollte es also bei dem bisherigen Spielraum bleiben, dann wird Achammer in der Landesregierung auf eine Öffnung der Oberschulen pochen. Denn: „Der Fernunterricht kann noch so gut sein, er ersetzt die sozialen Kontakte nicht. Viele Jugendliche befinden sich derzeit in einer regelrechten Isolation. Da müssen wir sie wieder herausholen.“ <BR /><BR />Neben dem psychologischen Aspekt spricht auch aus bildungspolitischer Sicht einiges für eine Wiederöffnung – zumindest in Teilpräsenz: „Gewisse Jugendliche sind mit Fernunterricht nur schwer zu erreichen, sie verlieren den Anschluss und die Motivation. Diese Jugendlichen verlieren wir“, mahnt er. <BR /><BR />Eine endgültige Entscheidung werde man „nach Abwägung der Gesamtsituation“ treffen, so der Schullandesrat. Eines steht aber schon jetzt fest: Präsenzunterricht gibt es nur mit einem verpflichtenden Nasenflügel-Test – und zwar für alle Schulstufen. Daran wird nicht gerüttelt, so Achammer. <BR /><BR /><b>Test wird nicht daheim gemacht</b><BR /><BR />Und auch nicht daran, dass dieser Test in der Schule gemacht wird. In einem offenen Brief hatten sich 46 Direktoren dafür ausgesprochen, die Nasenflügel-Tests zuhause machen zu lassen, So kämen positive Schüler erst gar nicht in die Schule. Auch ginge keine Unterrichtszeit durch die Testungen verloren. <BR /><BR />Doch der Argumentation kann Landesrat Achammer wenig abgewinnen. „Wenn die Selbsttests in der Schule gemacht werden, dann haben wir da ein gesichertes Protokoll. Wir wissen, dass die Tests tatsächlich gemacht und nicht vergessen werden. Und, dass sie richtig gemacht werden. Und auch bei einem eventuellen positiven Ergebnis gibt es ein gesichertes Vorgehen.“, so Achammer. Nur mit dieser Gewissheit könne man verantwortlich für Unterricht in Präsenz stimmen, beteuert er. Zudem sei ein derart gesichertes Protokoll auch wichtig in der Argumentation – gegebenenfalls etwa gegen römische Schließungspläne für die Oberschulen, fügt der Landesrat hinzu.<BR />