Die SVP war schon gestern zum Einlenken bereit, der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti (noch) nicht. <BR /><BR /> „Wenn das so weitergeht, sitzen wir am Samstag hier und haben keinen Haushalt“, sagt Regionalassessor Franz Locher (SVP). Bis zum Abend war der Regionalrat beim Nachtragshaushalt nicht einen Schritt weitergekommen. <h3> Nur 40 Prozent Wahlbeteiligung bei einem Bürgermeisterkandidaten sollen reichen</h3>Genüsslich übertrumpfte sich die Opposition, um die Mehrheit abzukanzeln, weil sie 2 mit 100.00 Euro dotierte Posten als Kabinettchefs der Vizepräsidenten (Regionalregierung, Regionalrat) schaffen will, während die Bürger kaum über die Runden kommen. <BR /><BR /><BR />Der zweite Dorn im Auge der Minderheit: Künftig soll es reichen, dass in Gemeinden mit bis zu 5000 Einwohnern nur 40 Prozent der Wahlberechtigten an der Gemeindewahl teilnehmen, wenn es nur einen Bürgermeisterkandidaten gibt. <BR /><BR />„Eine völlig falsche Reaktion auf sinkende Wahlbeteiligung. Irgendwann heißt es, dass es reicht, wenn nur mehr 20 Prozent wählen“, hieß es. <h3> Bis zu 47 Minuten lang am Mikrophon </h3>Alle führten endlose Reden: Am längsten <b>Köllensperger mit 47 Minuten, gefolgt von Maria Elisabeth Rieder (34/Team K), Michaela Calzà (31/PD) und Brigitte Foppa (26 Minuten/Grüne). </b> Zudem liegen Hunderte Abänderungsanträge auf.<BR /><BR /><BR />Dabei hatte es am Morgen zunächst nach Einigung ausgeschaut. Bei einem Treffen mit der Minderheit ließ der Präsident der Regionalregierung Arno Kompatscher erkennen, dass man den Artikel zu den Kabinettchefs zurückziehen, jenen zu den Gemeinden ausklammern könnte, um ihn im Herbst in einem eigenen Gesetz vorzulegen. <BR /><BR /><BR />Um 11 Uhr traf Fugatti ein und vorbei war’s mit Einlenken. „Die kritisierten Punkte fallen nicht in meine Zuständigkeit. Sie wurden von der Trentiner Mehrheit eingebracht, die jetzt auch Gespräche über Kompromisse mit der Opposition führt“, hält sich Kompatscher draußen.<h3> „Machen weiter, bis Kompromissvorschlag auf Tisch liegt“ </h3>Die Frage ist, wie lange die SVP den Trentinern die Stange hält. Am Abend suchte die Mehrheit nach Wegen, die Abänderungsanträge los zu werden. <BR /><BR />Das nützt aber wenig, wenn die Redeflut heute weitergeht. „Wir machen weiter, bis nicht zumindest ein Kompromissvorschlag auf dem Tisch liegt“, so Köllensperger und Foppa.