Dienstag, 21. März 2017

Öffentlicher Verkehr: Meran sagt Danke

Am 21. März hat sich die Passerstadt bei all jenen bedankt, die anstelle ihres privaten Autos den öffentlichen Verkehr nutzen, um zur Arbeit oder in die Schule zu kommen.

Von Links: Marco Masin von der Dienststelle Umwelt und Mobilität mit Vertretern des Meraner Jugendbeirates. Ganz links im Bild - Foto: Stadtgemeinde Meran
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Von Links: Marco Masin von der Dienststelle Umwelt und Mobilität mit Vertretern des Meraner Jugendbeirates. Ganz links im Bild - Foto: Stadtgemeinde Meran

Vor einem Jahr ging die Plattform „mobility.meran.eu“ online. Auf einen Blick und in Echtzeit zeigt sie alle Möglichkeiten, sich umweltfreundlich in Meran zu bewegen: welche Fahrräder gerade verfügbar sind, wo das nächste Carsharing-Fahrzeug steht oder ob die angepeilte Ladestation frei ist.

Die Website verrät auch, welche Spazierwege gleich in der Nähe starten und wann anschließend wo der nächste Bus nach Hause fährt. Die Plattform ist eine Initiative der Gemeinde Meran, der Kurverwaltung, des städtischen Verkehrsbetriebs SASA, der Meraner Marketinggesellschaft MGM, von IDM Südtirol und Car Sharing Südtirol. Diese Partner sagten am Dienstag all jenen Danke, die zu mehr Lebensqualität in Meran beitragen, weil sie Bus, Bahn, Rad oder ihre eigenen Füße benutzen.

Dazu hat der junge Bozner Illustrator Hannes Pasqualini gemeinsam mit der Agentur helios sustainable communication eine Kurzgeschichte gezeichnet und auf drei Postkarten gedruckt.

Am 21. März wurde bei der ersten von drei Dankeschön-Aktionen der erste Teil der Fortsetzungsgeschichte an alle Bus- und Bahnfahrenden am Hauptbahnhof verteilt. Dort werden pro Jahr mehr als 800.000 Fahrscheine entwertet.

„Die mit vielen Details gespickte Bildergeschichte, die auf den Postkarten erzählt wird, beginnt – so viel sei verraten – mit einer Busfahrt am Bahnhof“, so Ingrid Hofer, Präsidentin der Kurverwaltung. „Auf der Rückseite der Karte sind außerdem einige praktische Hinweise zu den Abendfahrten abgedruckt, die das Busfahren bequemer machen und den mit 12 Prozent geringen Anteil des ÖV wachsen lassen sollen“, so Petra Piffer, Geschäftsführerin der SASA.

„Indem wir gemeinsam Danke sagen, wollen wir jene darin bestärken, die heute schon täglich ein klimafreundliches Mobilitätsangebot nutzen und damit unsere Stadt lebenswerter machen, weil es durch ihr persönliches Verhalten weniger Stau, weniger Luftverschmutzung und mehr Platzauf den Straßen gibt“, so Madeleine Rohrer, Stadträtin für Mobilität.

„Eine umwelt- und verantwortungsbewusste Art der Fortbewegung ist für die Wirtschafts- und Tourismusstadt Meran sehr wichtig. Deshalb bewerben und unterstützen wir konkret Initiativen wie die Plattform mobility.meran.eu, die über neue Technologien zum Umstieg auf nachhaltige und ‚geteilte‘ Verkehrsmittel beitragen“, sagt Thomas Aichner, Präsident von IDM und Direktor der MGM.

Unterstützt wird die Aktion am 21. März auch vom Jugendbeirat der Gemeinde Meran und der Obstgenossenschaft VOG Meran. „Bei den folgenden Dankeschön-Aktionen im April und Mai werden Radfahrende und FußgängerInnen prämiert“, kündigt Patrick Ohnewein, Koordinator der Arbeitsgruppe und Verantwortlicher IT & Automation bei IDM, an.

76 Prozent aller Wege innerhalb der Bezirksgemeinschaft, so wurde im Projekt der Bezirksgemeinschaft NaMoBu erhoben, beginnen und enden in Meran.

Trotz urbaner Siedlungsstruktur werden Autos und Motorräder für rund 34 Prozent der Wege verwendet. Rund 52 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass die Gemeinde vermehrt im Bereich „Nahverkehr“ tätig werden sollte. 46 Prozent aller Befragten antworteten, dass sie unter bestimmten Bedingungen Bus und Bahn öfter nutzen würden.

stol

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