Dienstag, 13. April 2021

Öffnung der Gastronomie: „Rom spielt auf Zeit“

Auch am Dienstag konnte Landeshauptmann Arno Kompatscher keine Antwort darauf geben, wann auch Südtirols Gastronomie endlich wieder öffnen kann: „Rom spielt auf Zeit und will noch die Entwicklungen in dieser Woche abwarten.“

Auch am Dienstag wartet die Südtiroler Landesregierung weiterhin auf eine Entscheidung aus Rom in Sachen Lockerungen, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher am Dienstag.
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Auch am Dienstag wartet die Südtiroler Landesregierung weiterhin auf eine Entscheidung aus Rom in Sachen Lockerungen, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher am Dienstag.
Auch am Dienstag hat sich die Landesregierung mit der Covid-Pandemie, deren Regelungen und Maßnahmen befasst und damit, was in den kommenden Wochen ansteht.

Die staatliche Regelung sieht als Mindeststandard jene der orangen Zonen vor, und das bis mindestens 30. Mai. Allerdings könne man schon vorab mit einer Genehmigung der Regierung die Maßnahmen einer gelben Zone umsetzen – wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind.

„Wir haben den Antrag um so eine Genehmigung bereits gestellt“, erklärte Kompatscher auf der Pressekonferenz im Anschluss der Sitzung der Landesregierung. Rom spiele auf Zeit und wolle sich noch Zeit lassen, ehe eine Entscheidung getroffen werde. „Mit unseren Daten haben wir aber eine gute Chance auf die Ausnahmeregelung“, so Kompatscher.

Auch, weil Südtirol mehr teste, als das anderswo in Italien oder Europa der Fall sei. „So sorgen wir zusätzlich für mehr Sicherheit und helfen, das Virus einzudämmen“, betonte der Landeshauptmann. Auch beim Impfen sei man auf einem guten Weg.

Zu den Rekursen bezüglich der Nasenflügeltests an Südtirols Schulen sagte Kompatscher: „Die gerichtlichen Entscheidungen fielen zugunsten des Landes Südtirol aus. Nun erwarten wir uns noch mehr rechtliche Sicherheit vonseiten der Regierung aus Rom, die die Tests und ähnliche Pilotprojekte vor solchen Rekursen schützt.“

„Jeder will öffnen, aber testen will niemand. Hier müssten wir alle mehr Mut an den Tag legen und lösungs- anstatt problemorientiert arbeiten, auch vonseiten der Sozialpartner“, schloss Kompatscher.

Anschließend übergab er das Wort an Tourismuslandesrat Arnold Schuler.

Die Auswirkungen der Pandemie seien in vielen Bereichen spürbar: „Das Gesundheitswesen wurde an seine Grenze gebracht, vor allem aber wurden neben dem Handel auch die Gastronomie und der Tourismus hart getroffen. Die Umsatzrückgänge belaufen sich mittlerweile auf rund 2,5 Milliarden Euro“, so Schuler.

Man habe bereits mehrere Unterstützungsmaßnahmen umgesetzt, darunter auch für kleinere Unternehmen.

Am Dienstag wurden nun die Kriterien für weitere Hilfsmaßnahmen festgelegt ( eigener Bericht).

Auch seien weitere Maßnahmen geplant. „Insgesamt können sie aber nur dazu dienen, das Überleben der Betriebe zu sichern. Wir könnten es uns leider nie leisten, die Verluste auszugleichen“, so Schuler. Auch hätten viele Betriebe bis heute noch sehr wenig an finanzieller Unterstützung erhalten, hier müsse nachgearbeitet werden.

liz