Samstag, 15. Dezember 2018

Österreich: Kurz lehnt Ausgehverbot für Asylwerber ab

Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) lehnt den FPÖ-Vorschlag einer Ausgangssperre für Asylwerber ab.

Sebastian Kurz ist gegen ein Ausgehverbot von Asylanten. - Foto: APA (Archiv)
Sebastian Kurz ist gegen ein Ausgehverbot von Asylanten. - Foto: APA (Archiv)

Es sei gut und richtig, dass es bei Quartieren, wo viele Asylwerber untergebracht sind, Regeln oder eine Hausordnung gibt. Aber alles, „was in Richtung Freiheitsentzug geht, ist nicht rechtskonform”, so Kurz.

Zur geplanten Steuerreform kündigte der Kanzler einen „guten Mix an Entlastungsmaßnahmen” an. Kleinverdienern mit kleinen und mittleren Einkommen soll mehr zum Leben bleiben. „Wer arbeiten geht, der darf nicht der Dumme sein. Der Staat hat Leistungen zu erfüllen, aber er darf arbeitenden Menschen nicht immer mehr wegfressen.”

Anlässlich des 1. Jahrestags der Angelobung der türkis-blauen Regierung am 18. Dezember zog der Bundeskanzler neuerlich eine positive Bilanz der Regierungsarbeit. Auch punkto EU-Vorsitz zeigte sich der Kanzler zufrieden. Kritik am Kurs von ÖVP und FPÖ wies Kurz zurück.

apa

stol