Freitag, 02. Dezember 2016

Österreich: Niedrigere Wahlbeteiligung als im Mai erwartet

Der lange Wahlkampf, die allgemeine Wahlmüdigkeit und der ungünstige Wahltermin dürften die Wahlbeteiligung bei der Bundespräsidentenwahl am Sonntag niedriger ausfallen lassen als bei der aufgehobenen Stichwahl im Mai.

Foto: © APA

„Dass die Wahlbeteiligung sinkt, hat primär mit dem endlosen Wahlkampf und letztlich auch mit dem Termin mitten im Advent zu tun“, sagte OGM-Chef Wolfgang Bachmayer der APA.

Der Meinungsforscher geht deshalb „auf jeden Fall“ von einer niedrigeren Beteiligung als im Mai aus. Damals lag diese bei 72,65 Prozent.

Der Politikberater Thomas Hofer erwartet darüber hinaus einen negativen Einfluss durch die jüngsten Kontroversen zwischen den Präsidentschaftskandidaten Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer. „Die Wahlbeteiligung hat man mit dieser Vorstellung nicht gerade nach oben getrieben“, meinte der Politikberater im ORF-Radio im Hinblick auf das letzte TV-Duell mit dem ehemaligen Grünen-Chef und dem FPÖ-Kandidaten.

Die Wahlkampfbilanz der Experten fällt ernüchternd aus. „Die lange Dauer und die Polarisierung haben die Wähler eher weiter von der Politik wegrücken lassen. Die Skepsis Richtung Politik wurde eher vergrößert als verringert – zum Abgewöhnen“, so Bachmayer.

apa

stol