Mittwoch, 13. Mai 2020

Österreich sieht keine Chance auf baldige Grenzöffnung zu Italien

Österreich wird seine Grenze zu Italien zunächst geschlossen halten. „Derzeit gibt es keine Basis dafür, über eine Grenzöffnung zu Italien nachzudenken“, sagte Regierungschef Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch in Wien.

Einreisekontrollen der Grenzpolizei am Brenner.
Einreisekontrollen der Grenzpolizei am Brenner. - Foto: © APA / EXPA/JOHANN GRODER
Der Kanzler verwies auf die immer noch hohen Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus in Italien. Eine Sonderrolle nehmen die Grenzübergänge zu Südtirol ein, Südtiroler dürfen aus triftigen Gründen (z.B. Studium oder Arbeit) nach Österreich ausreisen.

Zuvor hatten Österreich und Deutschland die Öffnung der Grenzen zum 15. Juni vereinbart, sofern beide Länder die Corona-Krise weiter im Griff haben. Auch die Grenze zwischen Österreich und der Schweiz und Deutschland-Schweiz öffnet am 15. Juni. Das bestätigte das Justiz- und Polizeidepartement (Ministerium) in Bern der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Mittwoch. Bedingung sei, dass die pandemische Entwicklung positiv bleibe, hieß es. Eine ähnliche Vereinbarung erwartet Kurz mit den östlichen Nachbarländern der Alpenrepublik in den nächsten Tagen.

Grundsätzlich sei bei Reisen zu bedenken, mit welchen Gästen aus anderen Ländern die Urlauber zusammenträfen. Diese Frage sei auf europäischer Ebene zu klären und stehe zum Beispiel bei Kroatien und Griechenland im Mittelpunkt.

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dpa/zor

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