Dienstag, 30. Juni 2020

Österreichischer Außenminister Schallenberg reist zu Di Maio nach Rom

Der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg reist am Freitag nach Rom, um seinen italienischen Amtskollegen Luigi di Maio zu treffen.

Der österreivhische Außenminister Alexander Schallenberg kommt am Freitag nach Italien.
Der österreivhische Außenminister Alexander Schallenberg kommt am Freitag nach Italien. - Foto: © HELMUT FOHRINGER
Die Corona-Pandemie und ihre künftigen Herausforderungen sowie der europäische Wiederaufbauplan werden daher wichtige Themen bei dem Gespräch zwischen dem österreichischen Außenminister und Di Maio am Freitagnachmittag sein. Österreich und andere kleinere EU-Nettozahler stemmen sich gegen die von der EU geplanten großzügigen Transferzahlungen für die von der Corona-Pandemie besonders betroffene Volkswirtschaften – allen voran Italien.

Die auch „Sparsame Vier“ genannten Länder pochen darauf, dass die Hilfen von den Krisenländern zurückgezahlt werden sollen. Eine Entscheidung könnte beim EU-Gipfel Mitte Juli in Brüssel fallen.

Laut österreichischem Außenministerium soll es bei dem Treffen auch um den Transitverkehr über den Brenner, sowie die EU-Erweiterung am Westbalkan und den Bürgerkrieg in Libyen gehen. Zur Sprache kommen dürfte wohl auch ein anderes immer noch aktuelles Konfliktthema: die Flüchtlingsverteilung in Europa. Österreich lehnt eine Aufnahme von im Mittelmeer geretteten Migranten ab. Italien fordert seit Jahren mehr Unterstützung.

Im Rahmen seines eintägigen Besuches trifft der österreichische Außenminister auch den vatikanischen Außenminister, Kurienerzbischof Paul Gallagher. Bei dem Gespräch im Vatikan soll es um den Schutz der christlichen Minderheiten im Nahen Osten und die Rolle der Kirche als Vermittler in Krisen gehen. Außerdem ist ein informelles Mittagessen des Schallenbergs mit Vertretern aus Südtirol geplant.

Mit seinem Italien-Besuch beschließt Schallenberg seine diplomatische Kontaktrunde zu den Nachbarländern. In den vergangenen 2 Wochen seit der Grenzöffnungen absolvierte er bereits Stippvisiten in die Schweiz und nach Slowenien. Dazwischen empfing er in Wien den deutschen Außenminister Heiko Maas, sowie bereits am 16. Juni die Amtskollegen aus Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien.

apa/stol