Dienstag, 09. März 2021

Olympia 2026: Gelder für Stadion Antholz und Umfahrung Percha

Mit dem Biathlonstadion in Antholz und Umfahrungsstraße von Percha - beide Teil des staatlichen Infrastruktur-Finanzierungsprogramms Olympia 2026 - hat sich die Landesregierung am heutigen Dienstag beschäftigt.

Für Investitionsvorhaben in der Südtirol Arena in Antholz nimmt die öffentliche Hand bis Olympia 2026 28,5 Millionen Euro in die Hand, 6,5 davon kommen vom Staat.
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Für Investitionsvorhaben in der Südtirol Arena in Antholz nimmt die öffentliche Hand bis Olympia 2026 28,5 Millionen Euro in die Hand, 6,5 davon kommen vom Staat. - Foto: © Biathlon Antholz
Das Maßnahmenpaket des Landes zielt auf eine Erneuerung der Pustertaler Straße für die kommenden Jahrzehnte hin. Dank eines olympischen Sonderfonds gibt es dabei für einige Projekte eine Zusatzfinanzierung aus Rom.

Beide Projekte sind Teil der Vorbereitungsarbeiten auf die in Antholz geplanten Biathlon-Wettkämpfe bei den Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026, beide sollen lange darüber hinaus einen Mehrwert bringen, und beide profitieren von der Olympia-Sonderfinanzierung des Staates: Zum einen soll mit der „Südtirol Arena“ die Sportstätte selbst den Anforderungen eines olympischen Austragungsortes gerecht werden, zum anderen die Umfahrung von Percha ein Nadelöhr der Pustertaler Straße entschärfen. Mit der Finanzierung beider Projekte hat sich die Landesregierung am heutigen Dienstag auseinandergesetzt.

28,5 Millionen Euro für Südtirol Arena, 6,5 Millionen vom Staat

Für bauliche Erweiterungen in der Südtirol Arena hatte das Biathlonkomitee Rasen-Antholz eine ganze Reihe von Investitionsvorhaben vorgelegt.

Das Landesamt für Sport hat daraus finanzierbare Vorhaben mit einer Summe von über 30 Millionen herausgefiltert, das Organisationskomitee Milano-Cortina-2026 hat schließlich Vorhaben in Höhe von geschätzten 28,5 Millionen Euro als notwendig, wesentlich-wichtig, nützlich oder funktionell eingestuft.

Die Landesregierung hat am Dienstag entschieden, dass die öffentliche Hand diese Vorhaben in den Jahren 2021 bis 2025 finanzieren soll, wobei der Staat 6,5 Millionen zur Verfügung stellen wird.


Finanzierung für Umfahrung Percha gesichert – Konzept für sanfte Mobilität

Die Landesregierung hat sich am Dienstag auch mit der Finanzierung der Umfahrungsstraße von Percha sowie den weiteren Mobilitätsprojekten im Pustertal für die kommenden Jahre befasst.

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider berichtete, dass neben den 29 Millionen aus dem staatlichen Sonderfonds nun auch die weitere Teilfinanzierung über die Europäische Investitionsbank für die Umfahrungsstraße von Percha gesichert sei: „Der Trassenverlauf des Projektes ist festgelegt. Eine überirdische Lösung wäre nur mit einem riesigen Brückenbauwerk in schwierigem Gelände möglich gewesen und sowohl zeitlich als auch umwelttechnisch nicht realisierbar. Es wird sehr sportlich, aber alle Verantwortlichen haben den Auftrag den Ausbau der Hauptstraße in Percha zeitgerecht in die Wege zu leiten.“



Die Umfahrung Percha wird rund 3,3 Kilometer lang und durch einen 2317 Meter langen Tunnel führen. Der Anschluss der Umfahrung an die Staatsstraße im Westen wird über eine planfreie Kreuzung in Trompetenform geregelt. Im Osten wird der Anschluss über eine Kreuzung in T-Form verwirklicht. Die Arbeiten für dieses Bauvorhabens sollen Ende 2021 ausgeschrieben werden.

Gelder aus Rom für Infrastrukturprojekte

Dabei sei laut Alfreider die Umfahrung von Percha nur ein Baustein des Gesamtkonzeptes des Landes für eine nachhaltige und flüssige Mobilität im gesamten Pustertal. „Dank der Verhandlungen über die Gelder der olympischen Winterspiele 2026 haben wir es geschafft, eine Zusatzfinanzierung aus Rom für einige Projekte zu bekommen. Deswegen ist es jetzt möglich und auch notwendig, diese zügiger voranzutreiben. Damit wollen wir die Pustertaler Staatsstraße für die kommenden Jahrzehnte grundlegend erneuern, mit Vorteilen für Bürger, Pendler und lokale Unternehmen“, sagt Alfreider.

Neben den Eingriffen am Straßennetz wird auch die Bahninfrastruktur mit der Riggertalschleife und den neuen Mobilitätszentren in Bruneck und Brixen attraktiver gestaltet werden, ergänzt der Mobilitätslandesrat: „Weiters ist es uns wichtig, in Zusammenarbeit mit der Bezirksgemeinschaft und den Gemeinden, neue Infrastrukturen im Bereich nachhaltige öffentliche Mobilität für Pendler und Gäste zu verwirklichen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Radmobilität.“

lpa

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