Ärzte des italienischen Malteserordens, die an Bord der „Open Arms” gegangen sind, beklagen am Donnerstag durchaus schlechte hygienische Zustände an Bord des Rettungsschiffes. Mehrere Migranten würden wegen schlecht behandelten Wunden Infektionen vorweisen, berichteten die Ärzte laut italienischen Medienangaben.Inzwischen spaltet die Einwanderungspolitik weiterhin die italienische Regierung. Verteidigungsministerin Elisabetta Trenta und der für die italienischen Häfen zuständige Verkehrsminister Danilo Toninelli - beide aus den Reihen der Fünf Sterne-Bewegung - weigerten sich, das neuerliche Landeverbot zu unterstützen, das Innenminister Matteo Salvini von der Lega erlassen hat. Es bestehe keine Gefährdung für die nationale Sicherheit, daher sollten die Migranten auf Lampedusa landen können, argumentierten die Minister.Landeverbot aufgehoben - Rekurs von SalviniEin Verwaltungsgericht in Rom hatte am Mittwoch einen Antrag von Proactiva Open Arms angenommen und die Aufhebung des vom italienischen Innenministeriums erteilten Landeverbots für das Rettungsschiff beschlossen. Gegen den Richterbeschluss kündigte Salvini einen dringenden Rekurs beim Staatsrat an, der höchsten Instanz bei Streitigkeiten in Verwaltungsangelegenheiten.Die „Ocean Viking”, das Rettungsschiff der Hilfsorganisationen SOS Mediterranee und Ärzte ohne Grenzen (MSF), befindet sich indes mit 356 Personen an Bord, darunter 103 Minderjährigen, zwischen Malta und Lampedusa und wartet noch auf eine Antwort auf ihre offizielle Forderung nach einem sicheren Hafen. Wegen der schlechten Wetterlage sei die Lage an Bord schwierig, berichteten die NGOs.apa