Es sei Ausdruck einer weltfremden und leistungsfeindlichen Politik, wie man sie von Linksregierungen kenne, wettert Leitner von den Freiheitlichen. Die SVP sei inzwischen genau dort angelangt. „Wir Freiheitlichen haben uns stets für die Begabtenförderung ausgesprochen und nun werden diese schon wieder abgeschafft. Wenn bisher 350 junge Südtiroler, die sich durch besondere Leistungen ausgezeichnet haben, mit 1.000 Euro gefördert wurden, so war das Anreiz auch für andere", ist Leitner überzeugt.Durch die Streichung werde begabten jungen Menschen, die mehr zu leisten vermögen als der Durchschnitt, jegliche Motivation genommen."Offensichtlich will die Landesregierung eine Nivellierung nach unten und die Förderung von Mittelmaß."Es sei ein Widerspruch, dass die Landesregierung einerseits im Land Leistungsstipendien abschafft, andererseits aber Hochqualifizierte aus dem Ausland anwirbt und für diese die Hälfte der Kosten übernimmt."Vollkommen unverständlich ist diese Maßnahme der Landesregierung gerade jetzt, wo die neusten Daten über Forschung und Entwicklung (F&E) veröffentlicht wurden. Demnach rangiert Südtirol bei den diesbezüglichen Ausgaben inmitten der Entwicklungsländer“, so Leitner."Denkbar schlechtes Signal mit minimalen Einsparungen"Auch die Grünen Landesräte Brigitte Foppa, Hans Heiss und Riccardo Dello Sbarba sind überzeugt, die Überlegungen innerhalb der Landesverwaltung gingen in vollkommen falsche Richtung."Die Leistungsstipendien haben weit mehr Studierende als die Sieger dazu motiviert, sich im Verlauf ihres Studiums besonders zu engagieren, leistungsorientiert und innovativ zu arbeiten. Genau dies ist in Südtirol notwendig, wo eine anhaltend niedrige Akademisierungsquote und geringe Leistungen in Forschung und Entwicklung die Entwicklung des Landes langfristig belasten."Zudem würden die Leistungsstipendien auch die Bindung junger Menschen an Südtirol stärken und dem chronischen Abwanderung von Begabten, dem sog, „Brain Drain“, zumindest ein wenig entgegenwirken."Geringen Einsparungseffekten stünden denkbar negative Folgen gegenüber, die sich unser Land schlichtweg nicht leisten kann", schließen die Grünen.