„Jeden Tag ereignen sich in Afghanistan neue Anschläge. Unsere Soldaten müssen abgezogen werden, will man weitere Anschläge und weitere Opfer verhindern“, sagte Oliviero Diliberto, Sprecher der Föderation der italienischen Linken.Regierungschef Silvio Berlusconi drückte den verletzten Soldaten seine Solidarität aus. Er hob die wichtige Rolle hervor, die der italienische Kontingent zur Stabilisierung der Lage in Afghanistan spiele. Verteidigunsminister Ignazio La Russa berichtete, dass kein italienischer Soldat bei den Anschlägen getötet worden sei, ein Soldat schwebe aber in Lebensgefahr.Italien will sein militärisches Engagement bei mehreren Auslandseinsätzen reduzieren. In Afghanistan und im Libanon werde sein Land die Zahl der italienischen Soldaten verringern, die Präsenz im Kosovo solle ganz aufgegeben werden, sagte Verteidigungsminister La Russa kürzlich. Als Grund führte er Sparmaßnahmen an.Im Libanon werde die italienische Truppenstärke von 1800 auf 1000 verringert, aus dem Kosovo sollten alle 600 italienischen Soldaten abgezogen werden, sagte La Russa. Zu dem geplanten Abzug aus Afghanistan sagte er lediglich, dieser solle 2012 beginnen. Mitte April waren laut der Internetseite des Verteidigungsministeriums mehr als 7300 italienische Soldaten im Ausland stationiert.apa