Die Volkspartei habe abgewirtschaftet, ist einer der Kritikpunkte des früheren Senators: „Kritische Geister haben die SVP schon längst verlassen.“ <BR /><BR /><b>Herr Peterlini, 6er-Kommssion, 12er-Kommission, EU. Sind Sie so gut oder die Opposition so schlecht, dass diese Sie ständig für Posten nominiert?</b><BR />Oskar Peterlini: Das müssen Sie die Opposition fragen. Während die SVP mich und andere links liegen lässt, schätzen andere meine Arbeit und das freut mich.<BR /><BR /><b>Ein Wochenende machten Sie es spannend, jetzt treten Sie doch nicht für den PD bei der Europawahl an. Warum?</b><BR />Peterlini: Der PD hat mir eine Position als Unabhängiger auf seiner Liste angeboten und mir in Südtirol, Trentino und Veneto volle Unterstützung zugesichert. Für SVP und PD wurde ich 3 Mal mit bis zu 57.000 Stimmen nach Rom gewählt. Ich habe nicht vergessen, dass mich der PD 12 Jahre unterstützt hat. Leider besteht derzeit aber keine Harmonie zwischen SVP und PD, sodass es eine Konkurrenzkandidatur gewesen wäre. Obwohl ich mit einigen Entwicklungen in der SVP nicht einverstanden bin, habe ich deshalb abgelehnt, denn ich will keinen Bruch innerhalb der Wählerschaft.<BR /><BR /><b>Welche Entwicklungen in der SVP stören Sie denn?</b><BR />Peterlini: Mit allen Mitte-Links-Regierungen wurde die Autonomie ausgebaut. Jetzt hat sich die SVP entschieden, mit Rechts-Rechts-Partnern zu gehen. Ich stehe für jenen Teil der Südtiroler, die das schwer verdauen. <BR /><BR /><embed id="dtext86-64429322_quote" /><BR /><BR /><b>Das allein kann es aber nicht sein oder?</b><BR />Peterlini: Ich bin mit der SVP seit Magnagos Zeiten verbunden, angefangen mit der Jungen Generation, die ich mit aufgebaut habe. Es freut mich, dass die JG mit Anna Künig eine begeisterte Vorsitzende gefunden hat. Trotzdem hat sie insgesamt abgewirtschaftet, vor allem auf sozialer und ökologischer Seite. Als ich ging, hatte die SVP 21 Sitze im Landtag. Jetzt nur mehr 13. Ich habe das Gefühl, dass kritische Leute die SVP längst verlassen haben. Man reagiert eher mit Unwillen auf sie, statt sie aufzufangen.<BR /><BR /><b>Das meistgebrauchte Wort der Landesregierung ist seit Jahren öko-soziale Nachhaltigkeit. Und trotzdem fehlt Ihnen bei der SVP genau das?</b><BR />Peterlini: Die Fakten sind leider Gottes oft stärker als guter Glaube. Die Einkommensschere klafft immer weiter auseinander. Mit 1500 Euro kommt man schwer über die Runden und auf ökologischer Seite wurden auch Sünden begangen, die gekostet haben, wie ein Stück des Rosengartens zu verkaufen. <BR />