Mittwoch, 17. März 2021

Ossanna neuer Regionalassessor

Bei der Sitzung des Regionalrats in Trient ging es am Mittwoch in erster Linie darum, einen neuen Regionalassessor der italienischen Sprachgruppe nach dem Rücktritt von Claudio Cia zu wählen. Der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti schlug Lorenzo Ossanna (PATT) für dieses Amt vor. Bis er gewählt war, brauchte es allerdings 3 Wahlgänge. Angenommen wurde danach noch ein Beschlussantrag der Grünen für eine energiesparende Beleuchtung der Autobahnausfahrten.

Lorenzo Ossanna.
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Lorenzo Ossanna.
Claudio Cia war – wie berichtet – von seinem Amt Anfang Februar zurückgetreten: Nach seinem Wechsel von der Bürgerliste, auf der er in den Regionalrat gewählt worden war, zu Fratelli d'Italia von Italiens Rechtsaußen Giorgia Meloni war der Druck groß geworden – und er räumte das Feld.

Landeshauptmann Maurizio Fugatti schlug am Mittwoch den PATT-Vertreter Lorenzo Ossanna als neuen Regionalassessor vor. Unter den Trentiner Abgeordneten entspann sich daraufhin eine lange Diskussion über die Rolle des PATT in der Region – ob er Teil der Mehrheit oder der Opposition ist. Bei der anschließenden geheimen Wahl erhielt Ossanna nur 33 Stimmen und verfehlte damit die absolute Mehrheit von 36 Stimmen. Beim zweiten Wahlgang erhielt er 34 Stimmen. Beim dritten Wahlgang ging es gemäß Geschäftsordnung um eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen: Lorenzo Ossanna und Alex Marini. Bei den Abstimmungen kam es auch zu technischen Unstimmigkeiten, woraufhin die Forderung erhoben wurde, die Wahl zu wiederholen. Präsident Roberto Paccher erklärte, dass man den gewünschten Namen auch händisch eintragen konnte, falls er auf der Liste fehlte, und gab der Forderung nicht statt. Im dritten Wahlgang klappte es schließlich: 39 Stimmen entfielen auf Ossanna, 20 Stimmen auf Marini.

Lorenzo Ossanna dankte für das Vertrauen. Er werde sich mit aller Kraft für die Entwicklung der Autonomie und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Provinzen einsetzen. Er gehöre natürlich der Mehrheit an, werde aber auch für die Anliegen der Opposition ein offenes Ohr haben.

Mit 64 Ja-Stimmen wurde anschließend ein Beschlussantrag der Grünen gutgeheißen: Damit wird die Regionalregierung verpflichtet, mit den Aktionären ein Einvernehmen zu suchen, dass die Geschäftsführung der Brennerautobahn AG die derzeitige Beleuchtungsinfrastruktur bei der Ausfahrt Bozen-Süd auf energiesparende Beleuchtungssysteme mit geringer Lichtverschmutzung umstellt und einen Lichtplan für sämtliche Außenbeleuchtungen erstellt. So könnten 50 bis 75 Prozent an Energie eingespart werden.

stol