Fazul Abdallah Mohammed sei bereits am Mittwoch an einem Kontrollpunkt der somalischen Truppen in Mogadischu getötet worden, sagte der kenianische Polizeichef Matthew Iteere der Zeitung „Daily Nation“ (Onlineausgabe Samstag).Bei der Schießerei sei auch ein ranghohes Mitglied der radikalislamischen Al-Shabaab-Miliz getötet worden. US-Außenministerin Hillary Clinton sprach von einem „bedeutenden Schlag“ gegen das Terrornetzwerk.„Es ist ein gerechtes Ende für einen Terroristen, der so vielen Unschuldigen in Nairobi, Daressalam und an anderen Orten so viel Tod und Schmerz gebracht hat“, sagte Clinton nach Angaben der BBC bei ihrer Ankunft in Tansania, der zweiten Station ihrer Afrika-Reise. Der Tod Mohammeds sei ein „bedeutender Schlag gegen die Al-Kaida, ihre extremistischen Verbündeten und alle ihre Operationen in Afrika“.Nach den Berichten somalischer Sicherheitsbehörden über Abdallahs Tod wollen die kenianischen Ermittler allerdings sichergehen. Eine DNA-Analyse soll klären, ob es sich bei dem Toten tatsächlich um den Top-Terroristen handelt, der seit Jahren weltweit gesucht wurde. Die amerikanische Bundespolizei FBI hatte eine Belohnung in Höhe von fünf Millionen Dollar für Hinweise auf Abdallah ausgesetzt, der 18 verschiedene Alias-Namen verwendet haben soll und als Verkleidungskünstler galt.Der auf den Komoren geborene Abdallah, der auch die kenianische Staatsangehörigkeit hat, war nach dem Tod von Osama bin Laden als einer der möglichen Nachfolger des Terrorchefs im Gespräch gewesen. Die Anschläge auf die US-Botschaften, bei denen mehr als 250 Menschen getötet wurden, gelten als der erste Terrorangriff von Al-Kaida. Abdallah soll auch verantwortlich für den Sprengstoffanschlag auf ein israelisches Hotel an der kenianischen Küste im Jahr 2002 gewesen sein. Damals wurden 13 Menschen getötet und mehr als 80 verletzt.In der Vergangenheit war wiederholt irrtümlich über den Tod Abdallahs berichtet worden. Im Jahr 2008 entkam er nur knapp einer Festnahme in Kenia, als er sich zu einer medizinischen Behandlung in dem ostafrikanischen Land aufhielt.dpa