Sonntag, 17. April 2022

Osterpredigten unter dem Eindruck des Ukraine-Krieges

Die Osterpredigten in Deutschland haben in diesem Jahr unter dem Eindruck des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine gestanden. In Stuttgart ermutigte der württembergische Landesbischof Frank Otfried July laut vorab verbreitetem Text am Sonntag die Menschen, für das Leben und den Frieden einzutreten. Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger rief dazu auf, trotz des Kriegs in der Ukraine und weiterer aktueller Krisen das Hoffnung Schenkende in der Welt und auch in der Kirche nicht aus dem Blick zu verlieren.

Der Ukraine-Krieg steht auch zu Ostern im Fokus. - Foto: © APA / HANS PUNZ

Der Bischof von Hildesheim, Heiner Wilmer, forderte mit Blick auf den Krieg in der Ukraine zu Gesprächen zwischen den Konfliktparteien auf. Jesus habe in der Bergpredigt den Weg zum Frieden aufgezeigt. „Setzt euch zusammen, verhandelt, kümmert euch um den Frieden – koste es, was es wolle“, sagte Wilmer am Sonntag im Hildesheimer Dom laut einem vorab veröffentlichten Redemanuskript. Waffen führten zum Krieg, und große Waffen führten zu großen Kriegen, betonte der Bischof. „Nur Menschen führen zum Frieden. Und nur großherzige Menschen, die das Wort Versöhnung kennen, führen zu einem großherzigen Frieden.“

Der Fuldaer Bischof Michael Gerber rief zu Solidarität mit Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine auf. Es gehe auch darum, aufmerksam zu sein dafür, „wie sie uns bereichern können, mit ihren Erfahrungen, mit ihrer Leidensgeschichte, aber auch mit ihrem beeindruckenden Durchhaltewillen und Zusammenhalt“, sagte er laut einer Mitteilung.

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf rief zur Überwindung von Ängsten auf, gerade auch in Zeiten des Krieges. Viele hätten Angst, welche Folgen der brutale Krieg in der Ukraine haben werde, sagte er laut Redetext. Ostern bedeute „Ängste überwinden, Zweifel nicht verschweigen, Hoffen gegen jede Hoffnung“.

dpa

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