Samstag, 30. März 2019

Palästinenser bei Zusammenstößen an Gaza-Grenze getötet

Ein Mann ist nach palästinensischen Angaben bei Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten an der Gaza-Grenze getötet worden. Der 21-jährige Palästinenser sei am Freitag von einem Granatensplitter am Kopf getroffen worden und seinen Verletzungen erlegen. Palästinenser im Gazastreifen haben für Samstag zu einem Marsch aufgerufen, um an den Jahrestag des Beginns der Proteste zu erinnern.

An der Grenze zum Gazastreifen wird aufgerüstet. - Foto: APA (AFP)
An der Grenze zum Gazastreifen wird aufgerüstet. - Foto: APA (AFP)

Die israelische Armee teilte mit, dass Palästinenser am Abend Sprengsätze in Richtung Grenzzaun geworfen hätten. Daraufhin habe ein Panzer einen Stützpunkt der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen angegriffen.

Ein Sprecher sagte zudem, am Freitag hätten sich Palästinenser an verschiedenen Punkten am Grenzzaun versammelt. Sie hätten Brandbomben und Steine gegen den Zaun geworfen und Reifen angezündet. Die Soldaten hätten die Versammlungen aufgelöst und dabei auch geschossen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden insgesamt zehn Palästinenser verletzt.

Die Palästinenser fordern unter anderem eine Aufhebung der Blockade, die Israel und Ägypten über das Küstengebiet Gaza verhängt haben. Außerdem pochen sie auf ein Recht auf Rückkehr in Gebiete, die heute zu Israel gehören.

Das Nationalkomitee des „Marsches der Rückkehr” kündigte für Samstag auch Proteste in Israel, Jerusalem und dem Westjordanland sowie in mehreren arabischen und europäischen Ländern an. Zum Komitee des „Marsches der Rückkehr” gehören auch Vertreter der im Gazastreifen herrschenden Hamas, die von Israel, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft wird.

Palästinenser gedenken am 30. März, dem „Tag des Bodens”, zudem stets massiver Landenteignungen und sechs israelischer Araber, die am 30. März 1976 in dem Ort Sahnin von der israelischen Polizei getötet worden waren.

apa/dpa

stol