Dienstag, 13. November 2018

Palästinenser setzen Raketenangriffe auf Israel fort

Militante Palästinenser im Gazastreifen haben am Dienstag ihre heftigen Raketenangriffe auf Israel fortgesetzt. In der Nacht seien rund 70 Geschoße aus dem Küstenstreifen abgefeuert worden, teilte das israelische Militär mit. Als Reaktion habe die Luftwaffe etwa 50 weitere Ziele der dort herrschenden Hamas und seiner militärischen Einrichtungen angegriffen.

Der TV-Sender der radikal-islamischen Hamas-Bewegung wurde bombardiert. - Foto: APA (AFP)
Der TV-Sender der radikal-islamischen Hamas-Bewegung wurde bombardiert. - Foto: APA (AFP)

Bei den schweren Angriffen wurden seit Montagabend vier militante Palästinenser getötet, wie das Gesundheitsministerium in Gaza mitteilte. Bei einem Raketenangriff in der israelischen Küstenstadt Ashkelon wurde ein Haus direkt getroffen. Dabei seien ein Mann getötet und eine Frau schwer verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Auch in der Früh gab es in Grenzorten Raketenalarm. Die Schulen in zahlreichen Städten, darunter auch Beersheva und Ashkelon, sollten geschlossen bleiben.

Ein Sprecher des militärischen Hamas-Flügels drohte mit neuen Angriffen auf weiter entfernte israelische Ziele. Israels Sicherheitskabinett wollte am Dienstag über das weitere Vorgehen beraten.

Mindestens ein israelischer Soldat schwer verletzt 

Militante Palästinenser hatten Sonntagabend mehr als 300 Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgefeuert, wie die israelische Armee mitteilte. Israel habe im Gegenzug bisher rund 150 Ziele im Gazastreifen angegriffen. Eine Panzerabwehrgranate hatte am Montag einen Bus nordöstlich des Gazastreifens getroffen, in dem mindestens ein israelischer Soldat schwer verletzt wurde.

Bei dem fehlgeschlagenen Einsatz einer israelischen Spezialeinheit im Gazastreifen waren am Sonntag sieben militante Palästinenser und ein israelischer Offizier getötet worden.

Nach der Zuspitzung der Lage im Gaza-Streifen mahnten die Vereinten Nationen zur Besonnenheit. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres rief am Montag in New York nach Angaben eines Sprechers alle Beteiligten zu äußerster Zurückhaltung auf. Die neue Welle der Gewalt stellt Bemühungen Ägyptens, Katars und den Vereinten Nationen infrage, einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas zu vermitteln.

apa/ag./dpa

stol