Samstag, 31. Oktober 2015

Palermo: In Zukunft kein Minderheitenschutz nötig

Die Zeit sei vorbei, als man glaubte, das Überleben und Wohlergehen von kleinen Volksgruppen durch Regionalautonomien sichern zu können. Mit diesen Worten ließ am Freitag Senator Francesco Palermo auf einer OSZE-Konferenz in Wien aufhorchen.

Senator Francesco Palermo sprach klare Worte im Zusammenhang mit der Regionenbildung - Foto: DLife
Badge Local
Senator Francesco Palermo sprach klare Worte im Zusammenhang mit der Regionenbildung - Foto: DLife

Auch die Verleihung besonderer Gruppenrechte habe sich nicht wie erwartet bewährt.

Nun müsse es das Ziel für die Zukunft sein, im Gesamtstaat die Menschen- und Bürgerrechte aller so auszubauen und zu untermauern, dass gar kein besonderer Minderheitenschutz mehr nötig ist. Wie dem andere Redner entgegen hielten, sei das nur eine Neuauflage des alten französischen zentralistischen Konzepts.

Für Südtirol würde das aber bedeuten: Wenn den Kalabresen alle Rechte gewährleistet sind, müsse das automatisch auch für die Südtiroler der Fall sein, berichtet das Tagblatt "Dolomiten" in der Wochenendausgabe.

Palermo: "Aussage so nicht richtig"

Senator Francesco Palermo selbst erklärte am Samstag, er fühle sich falsch zitiert. Er habe Südtirol an sich in seiner in Englisch gehaltenen Rede in Wien auch nie erwähnt. Er geht von einem Missverständnis aus.

stol

stol