Die Explosion weckte in der Nacht Anrainer, die die Polizei alarmierten. Zwei mutmaßliche Täter wurden identifiziert und angezeigt, gab der Trentiner Landeshauptmann Ugo Rossi nach Medienangaben bekannt. Rossi und der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Maurizio Fugatti, Spitzenkandidat der Lega bei den Trentiner Landtagswahlen, verurteilten die Explosion. Mehrere Oppositionsparteien erklärten sich mit der Lega solidarisch.Lega-Senator Roberto Calderoli spricht von Terrorismus„Zuerst wurden Schriften gesprüht, unsympathisch aber ungefährlich, dann wurden Projektile und Kugeln im Briefkuvert verschickt, beunruhigend aber ungefährlich, dann kann es zu Übergriffen auf Stände und Gazebos, diese waren weniger ungefährlich, einige Anhänger wurden auf der Ersten Hilfe behandelt“. Das sagt Lega-Senator Roberto Calderoli und fügt an: „Jetzt sind wir bei Sprengsätzen angelangt. Drei Sprengkörper gingen in den vergangenen drei Monaten in die Luft: im Juli einer an unserem Trevisaner Sitz in Villorba, im September einer bei uns in Cremona und in dieser Nacht hat eine Papierbombe unseren Sitz in Ala zerstört, wo heute Matteo Salvini erwartet wird. Wir sprechen von Bomben, von drei Bomben in drei Monaten. Das ist Terrorismus.“Besuche in Südtirol geplantSalvini plant anlässlich der Landtagswahlen im Trentino und in Südtirol am 21. Oktober ein intensives Wahlkampf-Wochenende mit 14 Wahlkampfauftritten in 36 Stunden - am Samstag im Trentino und am Sonntag in Südtirol (STOL hat berichtet). Der 45-jährige Mailänder will unter anderem in Bozen, Meran, Brixen und in Kastelruth Wahlreden halten. Nach einer Russland-Reise nächste Woche wird Salvini kurz vor den Landtagswahlen wieder nach Südtirol zurückkehren, verlautete aus Kreisen um den Innenminister. apa/stol