Dienstag, 16. Februar 2021

Papst ändert Strafgesetzbuch: Straferlass für reuige Verurteilte

Papst Franziskus hat am Dienstag einen Erlass verabschiedet, mit dem das vatikanische Strafgesetzbuch geändert wird. Es werden Straferlasse für Verurteilte eingeführt, die mit ihrem Verhalten Reue unter Beweis gestellt haben.

Der Papst hat das vatikanische Strafgesetzbuch geändert: Es sieht nun Straferlasse vor – zwischen 45 und 120 Tage pro Jahr bereits verbüßter Haft.
Der Papst hat das vatikanische Strafgesetzbuch geändert: Es sieht nun Straferlasse vor – zwischen 45 und 120 Tage pro Jahr bereits verbüßter Haft. - Foto: © ANSA / VATICAN MEDIA
Die Straferlasse können zwischen 45 und 120 Tage pro Jahr bereits verbüßter Haft betragen. Die verurteilte Person kann sich dafür mit dem Richter auf gemeinnützige Arbeiten, ehrenamtliche Sozialaktivitäten oder ein Verhalten zur Vermittlung zwischen Täter und Opfer einigen.

Das geltende vatikanische Strafrecht entspricht dem sogenannten Codice Zanardelli. Dieses stark von liberalen Vorstellungen des 19. Jahrhunderts geprägte Gesetzeswerk hatte der Vatikanstaat mit seiner Gründung im Jahr 1929 übernommen.

apa

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