Donnerstag, 19. März 2020

Papst betet für Gefängnisinsassen

Am kirchlichen Feiertag, der dem heiligen Josef gewidmet ist, hat der Papst zu Beginn der Frühmesse im Gästehaus Santa Marta seine Gedanken den Gefängnisinsassen, die zu den Mitleidenden der Corona-Pandemie gehören, gewidmet. Er bat um den göttlichen Beistand für deren Familienangehörige. Die Messe wurde per Livestream übertragen.

Der Papst hat bei der Frühmesse im Gästehaus Santa Marta seine Gebete den Gefängnisinsassen gewidmet.
Der Papst hat bei der Frühmesse im Gästehaus Santa Marta seine Gebete den Gefängnisinsassen gewidmet. - Foto: © APA/afp / HANDOUT
In den vergangenen Tagen war es zu Unruhen in italienischen Gefängnis gekommen, weil die Gefangenen ihre Familien wegen der Ausgangssperre in Italien nicht empfangen durften. Dabei war es zu 13 Todesopfern gekommen. „Die Gefängnisinsassen leiden so sehr unter der Ungewissheit dessen, was im Gefängnis passieren wird ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen gegen die Verbreitung des Erregers, und denken wir auch an ihre Familien: Wie es ihnen geht und ob jemand krank ist oder ihnen etwas fehlt. Wir sind den Gefangenen nahe, die heute in diesem Moment der Unsicherheit und des Schmerzes so sehr leiden“, so Franziskus.

Papst Franziskus ließ sich am Mittwoch aus erster Hand über die Lage in der italienischen Provinz Bergamo informieren. In einem Telefonat mit dem Ortsbischof sprach er am Mittwoch allen Kranken und Helfern seine Nähe und Anerkennung aus. Die Provinzen Bergamo und Brescia sind die durch die Coronavirus-Epidemie derzeit am stärksten betroffenen Provinzen Italiens.

Der Papst habe ihn gebeten, detailliert von der Notlage vor Ort zu berichten, informierte der Bischof der Stadt Bergamo, Francesco Beschi, in einem Schreiben im Anschluss an das Telefonat. „Er war sehr betroffen vom Leid aufgrund der sehr vielen Toten und aufgrund der schmerzhaften Trennung der Familien. Er hat mich gebeten, allen seinen tröstenden Segen zu überbringen, der Gnade, Licht und Stärke bringt.“

apa