Mittwoch, 12. Mai 2021

Papst gedenkt des Anschlags auf Johannes Paul II. vor 40 Jahren

Papst Franziskus hat bei der wöchentlichen Generalaudienz am Mittwoch des Anschlags auf Papst Johannes Paul II. (1920-2005) vor 40 Jahren gedacht. „Johannes Paul II. war überzeugt, dass er der Muttergottes von Fatima sein Leben verdankte. Dieses Ereignis zeigt uns, dass unser Leben und die Geschichte der Welt in den Händen Gottes sind“, sagte Franziskus.

Papst Franziskus bei der wöchentlichen Generalaudienz am Mittwoch.
Papst Franziskus bei der wöchentlichen Generalaudienz am Mittwoch. - Foto: © APA/afp / TIZIANA FABI
3 Schüsse aus 2 Meter Entfernung: Am 13. Mai 1981 um 17:17 Uhr schoss der Türke Mehmet Ali Agca bei einer Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom auf den Papst. Johannes Paul II. wurde lebensgefährlich verletzt, er brach vor den entsetzten Augen Tausender von Pilgern zusammen. Minuten nach dem Attentat wurde der damals 23-jährige Anatolier festgenommen.

40 Jahre sind seit dem Attentat vergangen, das die Welt schockte. Der polnische Papst war nach langer Rekonvaleszenz von der schweren Schussverletzung genesen und hatte Agca bei einem Besuch im Gefängnis alles verziehen. Nach 19-jähriger Haft wurde der Attentäter von Italien an die Türkei ausgeliefert, doch die Hintergründe des Mordanschlags sind immer noch ein großes Rätsel.

Mehrmals äußerte Johannes Paul ll. seine Überzeugung, dass die Muttergottes von Fatima, die gerade am 13. Mai von der Kirche gefeiert wird, ihn vor dem Attentäter geschützt und ihm das Leben gerettet habe. Der Anschlag ist angeblich Teil der Weissagungen von Fatima, wo Maria am 13. Mai 1917 3 portugiesischen Hirtenkindern erschienen sein soll. Am 13. Mai 2000 hatte Johannes Paul ll. ein drittes Mal den Ort etwa 140 Kilometer nördlich von Lissabon besucht, wo seit 1991 auch die Kugel aufbewahrt ist, die ihn damals traf.

Am Donnerstag wird der Privatsekretär von Johannes Paul II., der polnische Kardinal Stanislaw Dziwisz, im Petersdom eine Messe zu Ehren des heiliggesprochenen Papstes zelebrieren. Er wird danach beim Grab des polnischen Papstes beten.

apa