Montag, 28. März 2022

Papst: Krieg „barbarisch und gottesverachtend“

Der Papst hat auch in dieser Woche das Angelus-Gebet für einen Appell gegen den Krieg in der Ukraine genutzt. Franziskus nannte den Konflikt am Sonntag vor den Gläubigen auf dem Peterplatz „barbarisch und gottesverachtend“. Während Brüder einander töteten, ohne sich überhaupt zu sehen, würden Kinder schwer traumatisiert. Der Pontifex unterstrich, dass es in einem Krieg keinen Sieger geben kann.

Die Menschen auf dem Petersplatz setzten ein Zeichen für den Frieden. - Foto: © ANSA / VATICAN MEDIA HANDOUT

„Jeder Krieg ist eine Niederlage für uns alle“, sagte Franziskus. Er forderte die Politiker erneut zu einem Ende der Gewalt auf. „Krieg darf nichts Unvermeidliches sein, wir dürfen uns nicht an den Krieg gewöhnen.“ Die ganze Welt müsse aus solchen Konflikten und den Folgen lernen, mahnte der Argentinier. „Wenn wir aus dieser Sache rausgehen wie zuvor, dann machen wir uns alle schuldig.“

Seit Kriegsbeginn appelliert der 85-Jährige an den Frieden, der Vatikan bemüht sich zugleich um eine Vermittlerrolle zwischen den Kriegsparteien. In seinen Reden hat das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche Russland bisher nicht als Aggressor genannt. Am Freitag weihte er Russland und die Ukraine in einem seltenen und symbolischen Akt dem Unbefleckten Herzen Mariens. Damit erbat er den besonderen Beistand der Gottesmutter.

apa/dpa

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