Donnerstag, 19. Dezember 2019

Papst: Rettungsschiffe mit Migranten nicht blockieren

Papst Franziskus hat bei einem Treffen mit Migranten die Blockade von Rettungsschiffen auf dem Meer scharf kritisiert.

Papst Franziskus dankt den Menschen, die sich für die Rettung von Migranten einsetzen.
Papst Franziskus dankt den Menschen, die sich für die Rettung von Migranten einsetzen. - Foto: © APA (AFP) / CHARLY TRIBALLEAU

„Es ist die Ungerechtigkeit, die viele Migranten dazu zwingt, ihre Heimat zu verlassen. Es ist die Ungerechtigkeit, die sie zwingt, Wüsten zu durchqueren und Missbrauch und Folter in Gefangenenlager zu ertragen. Es ist die Ungerechtigkeit, die sie zurückweist und sie im Meer sterben lässt“, sagte Franziskus am Donnerstag im Vatikan. Der Kirchenstaat hatte kürzlich 33 Flüchtlinge von der griechischen Insel Lesbos nach Italien geholt.

Wie könne man den „Schrei der Verzweiflung“ derer ignorieren, die eher den Tod im Meer riskierten, als „langsam in den libyschen Lagern zu sterben, Orten der Folter und der Sklaverei“. Er danke denen, die sich für die Rettung einsetzten, ohne Fragen zu stellen.

„Das Problem löst man nicht, wenn ihre Schiffe auf dem Meer blockiert werden“, sagte der Pontifex. Ein großes Kreuz mit einer Rettungsweste wurde bei der Audienz im Vatikan an die Wand gehängt.

dpa

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