Donnerstag, 11. April 2019

Papst: „Schlepperei ist Verbrechen gegen Menschlichkeit”

Der Papst hat Schlepperei als Verbrechen gegen die Menschlichkeit bezeichnet. Menschenhandel sei eine unannehmbare Verletzung der Freiheit und der Würde der Opfer, sagte der Papst im Gespräch mit den Teilnehmern an der internationalen Konferenz gegen Menschenhandel, die am Donnerstag im Vatikan zu Ende ging.

Papst Franziskus wirbt für Menschlichkeit. - Foto: APA (AFP/Archiv)
Papst Franziskus wirbt für Menschlichkeit. - Foto: APA (AFP/Archiv)

Der Papst betonte, in den heutigen Zeiten, in denen Individualismus und Egozentrismus zunehmen, würde man Menschen immer mehr nur nach ihrem Nutzen bewerten. „Es handelt sich im Grunde um diese Tendenz, den anderen zur Ware zu degradieren, die ich bereits mehrfach angeklagt habe. Unter den dramatischsten Auswirkungen dieser Kommerzialisierung muss man den Menschenhandel nennen. Dieser stellt in seinen vielfältigen Ausprägungen eine Wunde 'im Körper der heutigen Menschheit' dar, ein tiefliegendes Geschwür in der Menschlichkeit dessen, der ihn erleidet und der ihn betreibt”, so der Papst.

Zum Abschluss ihrer Beratungen empfing der Papst die etwa 160 Teilnehmer an der Konferenz in einer Audienz. Dabei wurde unter anderem über die Umsetzung der pastoralen Richtlinien gegen Menschenhandel beraten, die von der Sektion Migranten und Flüchtlinge des vatikanischen Entwicklungsdikasteriums im Jänner herausgegeben worden waren.

Papst Franziskus liegt das Vorgehen gegen Menschenhandel am Herzen. Die Sektion des Dikasteriums für ganzheitliche menschliche Entwicklung, die für Migration und damit auch für den damit einhergehenden Menschenhandel zuständig ist, untersteht dem Papst direkt.

apa

stol